# Fünf EU-Staaten: Nawalny offenbar mit Epibatidin vergiftet Datum: 14.02.2026 14:15 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/fuenf-eu-staaten-nawalny-offenbar-mit-epibatidin-vergiftet-683631/ --- Der vor zwei Jahren verstorbene russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ist nach Erkenntnissen mehrerer europäischer Staaten offenbar vergiftet worden. Fünf Länder wollen dem „Spiegel“ zufolge am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz noch am heutigen Tag eine entsprechende Erklärung abgeben. In Gewebeproben von Nawalnys Leiche sei demnach das hochtoxische Gift Epibatidin nachgewiesen worden. ## Gift Epibatidin in Gewebeproben nachgewiesen Gewebeproben aus dem Körper von Alexej Nawalny weisen dem „Spiegel“ zufolge Spuren des Gifts Epibatidin auf. Dabei handelt es sich um einen hochtoxischen Stoff, der in südamerikanischen Pfeilgiftfröschen vorkommt. Da Nawalny zum Zeitpunkt seines Todes in einem russischen Straflager inhaftiert war, komme nur ein Giftanschlag durch russische Behörden infrage, hieß es. Bei den Staaten, die die Erklärung vorbereiten, handelt es sich dem Bericht zufolge um Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden und die Niederlande. Die Stellungnahme soll am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz angekündigt werden. ### Vorwürfe von Julija Nawalnaja Bereits im vergangenen Jahr hatte Julija Nawalnaja, die Witwe Nawalnys, entsprechende Vergiftungs-Vorwürfe gegen Russland erhoben und sich dabei auf „ausländische Laborbefunde“ berufen. Welches Gift damals gefunden worden sein soll, sagte sie nicht, forderte aber eine Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse. ### Frühere Anschläge und Rolle der OPCW Bereits 2020 hatte der russische Inlandsgeheimdienst FSB mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok einen Giftanschlag auf Nawalny verübt. Er wurde damals durch Ärzte der Berliner Charité gerettet. Die fünf Staaten, die Nawalnys Vergiftung an diesem Samstag öffentlich anprangern wollen, wollen sich mit ihren Ergebnissen zudem an die Chemiewaffen-Verbotsorganisation OPCW wenden. Russland habe seine Chemiewaffen entgegen entsprechender Abkommen nicht vernichtet, hieß es. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück