HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Stadt Osnabrück sucht wieder Pflegeeltern
Bombe gefunden: Autobahn A1 zwischen Münster und Osnabrück...
So findet die Sanierung der Mindener Straße in...
Kommunalwahlkampf 2026: Wie viel Strategie steckt hinter den...
Einbruch auf Osnabrücker Firmengelände – Autoteile entwendet
Gute Nachricht des Tages: VfL Osnabrück spendet Becherpfand...
Raum für gemeinsame Trauer: Gedenkversammlung für getötete Frau...
In Osnabrück gehen am 5. März wieder Jugendliche...
Hohe Schäden durch Vandalismus an Ampeln in Osnabrück
Mitte März als Option: Wann ist die nächste...
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Leitlinie
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite Deutschland & die WeltFrosten ist mehr als nur zu kühlen
Deutschland & die Welt

Frosten ist mehr als nur zu kühlen

von Redaktion Hasepost 24. Januar 2022
von Redaktion Hasepost 24. Januar 2022
Symbolbild: Frost
16

Die meisten Menschen denken über kryogene Technik nur beim Schauen von Science-Fiction-Filmen nach. Wenn Silvester Stallone als „Demolition Man“ jahrzehntelang in einem sogenannten Kryo-Gefängnis zubringen muss, um dann aufgetaut erneut auf Verbrecherjagd zu gehen, ist die Spannung sofort hergestellt. In der Realität sind derlei tiefgefrostete Zeitreisen bisher noch nicht angekommen. Ultrakalte Temperaturen sind allerdings keine Zukunftsmusik, sondern längst alltagsbestimmend. Der Gedanke an den heimischen Eisschrank ist dabei richtig und falsch zugleich. Denn  in der Lebensmittelindustrie wird oftmals mit Temperaturen gearbeitet, die noch deutlich weiter unter dem Gefrierpunkt liegen. Dank Vakuumtechnik lassen sich diese Temperaturen nicht nur erzeugen, sondern auch halten.

Eiskalt. Aber warum eigentlich?

Es ist nicht ganz sicher, ob die ersten Forscher, die extrem niedrige Temperaturen erzeugten, den künftigen Nutzen ihrer Arbeit bereits ermessen konnten. Die heutige Lebensmittelindustrie ist den Pionieren allerdings mehr als dankbar, denn kryogene Bedingungen sind dort von essentieller Bedeutung. So gehört es zu den zentralen Aufgaben, die Aktivität von Bakterien zu kontrollieren oder vollständig zu vermeiden. Das Kühlen beziehungsweise Frosten ist eine der wirksamsten Methoden, bei denen nicht einmal chemische Mittel notwendig sind.

Bereits die Absenkung der Temperatur auf einen wert unterhalb des Gefrierpunktes sorgt dafür, dass das Bakterienwachstum rasant abnimmt. Dies geschieht vor allem dadurch, dass den keimen kein freies, flüssiges Wasser im Inneren des Produktes für den Stoffwechsel zur Verfügung steht. Wird das Produkt schockgefrostet, so ist der Effekt besonders deutlich. Gleichzeitig wird die natürliche Qualität der Lebensmittel erhalten. Denn wenn die Temperatur eines Lebensmittels unter den Gefrierpunkt abgesenkt wird, bilden sich Eiskristalle. Je schneller und tiefer die Temperatur abgesenkt wird, desto kleiner und gleichmäßiger verteilt entstehen diese Kristalle. Dies ist besonders produktschonend und macht sich beim erneuten Auftauen besonders bemerkbar. In den meisten Fällen ist es übrigens unerheblich, wenn ein Lebensmittel nach dem Schockfrosten bei den vergleichsweise milden Temperaturen einer Gefriertruhe gelagert werden. Die Kühlkette darf allerdings nicht unterbrochen werden, sonst ist das Produkt leider ein Fall für die Tonne.

Mit welchen eiskalten Mitteln wird eigentlich gearbeitet?

Es gibt ganz unterschiedliche Mittel, mit denen sich Lebensmittel auf niedrigste Temperaturen bringen lassen. Schnee aus Kohlendioxid, den man auch als Trockeneis bezeichnet, erweist sich dabei als besonders effizient und unkompliziert. Durch atmosphärischen Druck kann man flüssiges Kohlendioxid in den festen Schnee verwandeln, der eine Temperatur von -79° C aufweist. Dieser Schnee kann mit sehr einfachen Mitteln in Anlagen wie Rührmischern oder auch in Containern eingesetzt werden. Einige Unternehmen arbeiten auch mit speziellen Schneedüsen, durch die das Kühlmittel genau an der richtigen Stelle eingesetzt werden kann. Sogenannte Schneehörner lassen sich auf tragbare Geräte wie auch auf fest installierten Geräten verwenden.

Wo genau werden kryogene Anlagen für die Lebensmittelverarbeitung benötigt?

Eigentlich müsste die Frage eher lauten: Wo werden sie nicht verwendet?

  • Trockene Lebensmittel und Backwaren müssen stets so schnell wie möglich gefrostet werden, um keine Feuchtigkeit aufzunehmen und die Konsistenz zu behalten.
  • Milchprodukte sind oft empfindlich und werden durch das Schockfrosten geschont. Speiseeis wird durch kryogene Technik gehärtet und Desserts werden stabilisiert.
  • Fisch und Meeresfrüchte werden oft bereits auf dem Fangschiff gefrostet, sodass Bakterien von vornherein keine Chance haben. Der diesbezüglich eigentlich anfällige Fisch wird für die Keime unangreifbar und über Monate haltbar.
  • Obst und Gemüse werden durch das gewöhnliche Einfrieren angegriffen und nach dem erneuten Auftauen matschig. Durch das schnelle Frosten auf besonders kalte Werte werden Form, Textur und Aroma vieler Früchte weitgehend erhalten.
  • Fleisch erweist sich als ähnlich anfällig für Krankheitskeime, wie es beim Fisch der Fall ist. Daher sollte es möglichst frisch zubereitet oder gleich nach der Schlachtung eingefroren werden. Bei geschlossener Kühlkette bleibt es dann monatelang lagerfähig.
  • Fertiggerichte von Pizza über Pommes Frites bis hin zur Sahnetorte wären ohne das Schockfrosten fast undenkbar. Heute werden hier Qualitäten erreicht, die dicht an frisch zubereitete Speisen herankommen.

Warum gibt es eigentlich keine Schockfroster für den Hausgebrauch?

Nicht alles, was in der Lebensmittelindustrie üblich ist, lässt sich 1:1 auf die eigene Küche übertragen. Sicher wäre es prinzipiell möglich, derlei Anlagen im Kleinformat zu bauen. Allerdings sind sie nicht wirklich notwendig. Viele im Handel erhältliche Produkte basieren auf der industriellen Schockfrostung, können aber bei deutlich geringerem Frost und damit einem niedrigeren Energieaufwand gelagert werden. Für das gelegentliche Einfrieren von übriggebliebenen Lebensmitteln würde sich die Investition in eine solche Anlage definitiv nicht lohnen.

 

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
Redaktion Hasepost

Dieser Artikel entstand innerhalb der Redaktion und ist deshalb keinem Redakteur direkt zuzuordnen. Sofern externes Material genutzt wurde (bspw. aus Pressemeldungen oder von Dritten), finden Sie eine Quellenangabe unterhalb des Artikels.

vorheriger Artikel
Liga 2: Was geht noch für den VfL Osnabrück in Sachen Aufstieg?
nächster Artikel
Aktuelle Liste: Hier wird im Landkreis Osnabrück geblitzt

das könnte Sie auch interessieren

Patientenschützer werfen Bundesregierung Wortbruch bei Organspenderegister vor

25. Februar 2026

Deutschland entzieht 2025 über 8.000 Ausländern Aufenthaltsrecht

25. Februar 2026

Gesundheitsökonom fordert höhere Krankenhauszuzahlungen für Patienten

25. Februar 2026

Leverkusen nach 0:0 gegen Olympiakos im Achtelfinale

24. Februar 2026

Grüne warnen: Neues Heizungsgesetz gefährdet deutsche Klimaziele

24. Februar 2026

US-Börsen steigen: Dow, S&P 500 und Nasdaq legen...

24. Februar 2026

Bundesregierung erleichtert Vermögensabschöpfung bei Mafia-Vermögen und Geldwäsche

24. Februar 2026

ZDF-Chefredakteurin verteidigt Abberufung nach ungekennzeichneter KI-Nutzung

24. Februar 2026

Aktuelle Eurojackpot-Gewinnzahlen: Diese Zahlen wurden heute gezogen

24. Februar 2026

Union und SPD kippen 65-Prozent-Heizungspflicht grundlegend

24. Februar 2026


Aktuelle Artikel

  • Patientenschützer werfen Bundesregierung Wortbruch bei Organspenderegister vor

    25. Februar 2026
  • Deutschland entzieht 2025 über 8.000 Ausländern Aufenthaltsrecht

    25. Februar 2026
  • Gesundheitsökonom fordert höhere Krankenhauszuzahlungen für Patienten

    25. Februar 2026
  • Leverkusen nach 0:0 gegen Olympiakos im Achtelfinale

    24. Februar 2026
  • Grüne warnen: Neues Heizungsgesetz gefährdet deutsche Klimaziele

    24. Februar 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3