# Freispruch für El Hotzo bestätigt: Satire bleibt straffrei Datum: 27.03.2026 14:32 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/freispruch-fuer-el-hotzo-bestaetigt-satire-bleibt-straffrei-696560/ --- Das Berliner Kammergericht bestätigt den Freispruch für El Hotzo im Fall Trump-Satire. Das Berliner Kammergericht hat am Freitag den Freispruch für den Satiriker Sebastian Hotz, bekannt als El Hotzo, bestätigt. Damit ist der Fall um einen umstrittenen Kommentar zum Attentat auf Donald Trump endgültig entschieden. Der 30-jährige Comedian hatte sich in einem Prozess wegen des Vorwurfs der Billigung einer Straftat und der Störung des öffentlichen Friedens verantworten müssen. Das Kammergericht verwarf die Revision der Staatsanwaltschaft und bestätigte somit den Freispruch der Vorinstanz, wie der Tagesspiegel berichtet. Der Fall hatte für einige Aufmerksamkeit gesorgt, da er grundsätzliche Fragen zur Freiheit der Satire aufwarf. El Hotzo hatte sich in einem Beitrag auf X, dem ehemaligen Twitter, über das Attentat auf Donald Trump im Juli 2024 lustig gemacht. Dabei hatte er die Schüsse auf Trump mit dem ‚letzten Bus‘ verglichen und kommentiert: ‚Leider knapp verpasst.‘ In einem weiteren Post schrieb er: ‚Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben.‘ Diese Äußerungen hatten einen Shitstorm in den sozialen Medien ausgelöst und zu zahlreichen Strafanzeigen geführt. ## Gericht stuft Hasskommentare als Satire ein Die Staatsanwaltschaft sah in den Kommentaren eine Billigung des Attentats und eine Störung des öffentlichen Friedens. Sie forderte eine Geldstrafe von 6000 Euro und legte nach dem Freispruch durch das Amtsgericht Tiergarten Revision ein. Das Kammergericht folgte jedoch der Einschätzung der Vorinstanz und stufte die Kommentare als ’straflose Satire‘ ein, auch wenn sie möglicherweise geschmacklos seien, wie die BZ berichtet. El Hotzo hatte sich vor dem Prozess frustriert geäußert und gewarnt, dass eine Verurteilung ein gefährliches Exempel für Satiriker sein könnte. ‚Im Falle meiner Verurteilung müssen Satirikerinnen damit rechnen, dass jeder Witz und jeder Post juristische Konsequenzen nach sich ziehen könnte, solange er von genügend Menschen absichtlich missverstanden wird‘, sagte der Comedian der Deutschen Presse-Agentur. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hatte ebenfalls Kritik an der erneuten Verhandlung geübt. ### DJV kritisiert Verfolgungseifer der Staatsanwaltschaft Es sei unverständlich, dass die Staatsanwaltschaft das Urteil des Amtsgerichts nicht akzeptieren könne, sagte DJV-Sprecher Hendrik Zörner. ‚Da stellt sich schon die Frage, was Satirefreiheit eigentlich wert ist.‘ El Hotzo hatte sich in dem Prozess als ‚Internetclown‘ bezeichnet, der viel Meinung und Empörung habe, ‚aber sehr wenig Ahnung‘. Satire dürfe auch unlustig und ’saublöd‘ sein, sagte er in seinem Schlusswort. Die Verteidigung hatte argumentiert, dass es sich bei den Kommentaren um Witze handele, die nicht ernst gemeint seien. ‚Ein Witz bleibt ein Witz‘, sagte die Anwältin von El Hotzo. Sie könne den ‚Verfolgungseifer‘ der Staatsanwaltschaft nicht nachvollziehen, wie der Stern berichtet. ### Staatsanwalt sieht Hetze in El Hotzos Äußerungen Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen argumentiert, dass die Äußerungen mit einer ‚gewissen Hetze‘ verbunden gewesen seien. Oberstaatsanwalt Frank Mohr hatte betont, dass es sich um ‚Hasskriminalität‘ mit Breitenwirkung handele. Mit dem endgültigen Freispruch ist der Fall nun abgeschlossen. El Hotzo hatte nach dem ersten Freispruch im Juli 2024 noch einmal nachgelegt und auf X eine Zeichnung gepostet, die die Funktion eines Bolzenschussgeräts an einem Rind zeigt. Dazu schrieb er: ‚morgen Trump-Tweet Revision‘. Der Satiriker hat auf X fast 740.000 Follower und ist bekannt für seine provokanten Kommentare. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück