# Freiheit statt Islamismus Datum: 08.08.2026 08:15 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/freiheit-statt-islamismus-740483/ --- Ein Gastbeitrag von Annahita Maghsoodi im Rahmen von HASEPOST mitgeschrieben. Wenn das Wort problematischer wird als das Problem Die politische Linke spricht oft über Toleranz, Menschlichkeit und von Menschenrechten. Das sind Werte, die eine offene Gesellschaft braucht. Doch gerade dort, wo diese Werte konsequent verteidigt werden müssten, wird es häufig erstaunlich still. Nämlich dann, wenn diejenigen, die Freiheit, Gleichberechtigung oder religiöse Vielfalt ablehnen, sich auf eine islamistische Ideologie berufen. Nach islamistischen Anschlägen oder Gewalttaten hört man regelmäßig dieselben Formulierungen. Der Täter sei „ein Mann“, „psychisch auffällig“ oder „radikalisiert“ gewesen. Alles mag zutreffen. Doch die entscheidende Frage wird oft umgangen: Welche Ideologie hat ihn geprägt? Welche Weltanschauung hat ihn dazu gebracht, Menschen zu hassen, zu verfolgen oder zu töten? Wer diese Frage aus Angst vor Kontroversen nicht stellt, verhindert eine ehrliche Debatte. Besonders bitter ist dabei der Umgang mit den Opfern des Islamismus. Menschen, die vor islamistischen Regimen, Terrororganisationen oder religiöser Verfolgung geflohen sind, wissen aus eigener Erfahrung, welche Gefahr von dieser Ideologie ausgeht. Statt ihnen zuzuhören, werden ihre Stimmen jedoch oft relativiert oder diskreditiert. Wer die Probleme offen anspricht, wird schnell in eine Ecke gestellt. Die Begriffe „rechts“, „rassistisch“ oder „islamophob“ fallen oft schneller als eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den vorgebrachten Argumenten. Ich habe das selbst erlebt. Weil ich die Gefahren des Islamismus thematisiere, wurde ich wiederholt beschimpft und diffamiert. Ich wurde sogar oft als „Neonazi“ bezeichnet. Nicht nur von Islamisten, sondern vor allem von Menschen, die sich selbst als besonders tolerant und progressiv verstehen. Toleranz gilt für die politische Linke oft nur solange, wie dein Standpunkt nicht von ihrer abweicht. Dabei sollte gerade eine demokratische Gesellschaft in der Lage sein, zwischen Muslimen und Islamisten zu unterscheiden. Islamismus ist keine Religion, sondern eine politische Ideologie, die aus der Religion gewachsen ist. Wer diesen Unterschied verwischt, schützt weder Muslime noch die Demokratie. Es ist kein Zeichen von Toleranz, Probleme zu verschweigen. Es ist auch nicht menschenfreundlich, die Opfer des Islamismus zu ignorieren, weil ihre Erfahrungen nicht in das eigene politische Weltbild passen. Eine glaubwürdige Verteidigung von Menschenrechten muss universell sein. Sie darf nicht davon abhängen, wer die Täter sind oder welche Ideologie dahintersteht. Wenn mittlerweile schon das Wort „Islamismus“ für manche problematischer erscheint als die Folgen des Islamismus selbst, dann läuft etwas gewaltig schief. Eine offene Gesellschaft braucht den Mut, Probleme beim Namen zu nennen – auch dann, wenn es unbequem ist. Dieser Artikel erscheint im Rahmen von HASEPOST mitgeschrieben als Gastbeitrag und gibt ausschließlich die Meinung seiner Verfasserin oder seines Verfassers wieder. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück