# Frei pocht auf Zeitplan und breite Lastenteilung bei Gesundheitsreform Datum: 22.04.2026 10:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/frei-pocht-auf-zeitplan-und-breite-lastenteilung-bei-gesundheitsreform-705585/ --- Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) will trotz Koalitionsdebatten am Zeitplan für die geplante Gesundheitsreform festhalten. Er verweist auf die Notwendigkeit milliardenschwerer Einsparungen, um Beiträge in der Gesundheitsversorgung stabil zu halten und fordert dafür Beiträge aller Beteiligten im System. In der Diskussion über die Finanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger spricht er sich für einen höheren Steueranteil aus, warnt jedoch vor unrealistischen Erwartungen an den Bundeshaushalt. ## Frei: Zeitplan für Gesundheitsreform „extrem ambitioniert, aber zu halten“ Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) hält trotz Diskussionen innerhalb der Koalition am Zeitplan für die geplante Gesundheitsreform fest. „Ja, der ist extrem ambitioniert. Das wussten wir von Anfang an. Aber der ist zu halten“, sagte Frei den Sendern RTL und ntv. „Da kommt es eben darauf an, dass man mit viel gutem Willen letztlich das Thema auch durchsteuert“, so Frei weiter laut RTL/ntv. Nach seinen Worten sei es erwartbar, dass sich in der laufenden Debatte viele Gruppen mit unterschiedlichen Interessen zu Wort melden. Das sei „nichts Außergewöhnliches und auch nicht schlimm“, sagte Frei den Sendern RTL und ntv. ### Milliardeneinsparungen bis 2030 und Beteiligung aller Gruppen Mit Blick auf die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung verwies Frei auf den Umfang der geplanten Einsparungen. „Aber Fakt ist: Wenn man für das nächste Jahr über 15 Milliarden Euro einsparen muss, um die Beiträge in der Gesundheitsversorgung stabil zu halten, aufwachsend auf das Jahr 2030 dann 40 Milliarden Euro, dann schafft man es nur, wenn man alle Beteiligten im System auch entsprechend miteinbezieht“, sagte Frei RTL und ntv. Entscheidend sei, dass alle Gruppen einen Beitrag leisteten. „Das bedeutet, dass alle, die am Ende draufschauen, es auch als gerecht empfinden, weil nicht eine Gruppe über Gebühr belastet wird“, erklärte Frei gegenüber RTL und ntv. ### Finanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger Zur Debatte über die Finanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger sagte Frei: „Natürlich wäre es richtig, wenn dort ein höherer Anteil aus den Steuermitteln in die Krankenversicherung ginge. Das stimmt.“ Zugleich verwies er im Gespräch mit RTL und ntv auf das Solidarprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung: „Auf der anderen Seite haben wir in der gesetzlichen Krankenversicherung im Grunde genommen niemanden, der genau den Betrag bezahlt, den er in Anspruch nimmt. Manche zahlen mehr, andere zahlen weniger. Es ist ein Solidarsystem.“ Das grundsätzliche Problem, dass für Bürgergeldempfänger genügend Mittel aus Steuergeldern zur Verfügung stehen, sei über Jahrzehnte hinweg nicht gelöst worden, so Frei laut RTL und ntv. „Ich fände es gut und schön, wenn wir es lösen könnten.“ Die vollständige Finanzierung der genannten Summe aus dem Bundeshaushalt lehnt Frei jedoch ab. „Die Summe von rund zwölf Milliarden vollständig aus dem Bundeshaushalt zu zahlen, hält Frei jedoch für unrealistisch. ‚Das ist unrealistisch, das muss man ganz offen sagen. Denn dieses Geld ist im Bundeshaushalt ja nicht vorhanden‘“, sagte er den Sendern RTL und ntv. Frei betonte weiter: „Und ich will noch mal betonen: Das ist kein neues Problem, sondern das ist ein jahrzehntealtes Problem in der Bundesrepublik Deutschland. Und deswegen muss man, glaube ich, sehr vorsichtig sein, wenn man den Eindruck erweckt, man könne das jetzt mit einem Handstreich erledigen“, zitieren ihn RTL und ntv. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück