# Frei betont Fraktionsgeschlossenheit nach Kanzlerwechsel Datum: 07.08.2026 20:52 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/frei-betont-fraktionsgeschlossenheit-nach-kanzlerwechsel-740657/ --- Thorsten Frei, neuer CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender, versichert Geschlossenheit hinter der Regierung. Die knappe Mehrheit von zwölf Stimmen im Bundestag diszipliniere, sagte er in der ARD. Zugleich äußerte er sich zu Rentenreform und Bundespräsidentenwahl. ## Geschlossenheit trotz knapper Mehrheit Der neue Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, betonte am Freitag in der ARD, die Fraktion stehe geschlossen hinter der Regierung. In einer Sondersitzung Ende Juli habe es kritische Wortmeldungen gegeben, doch diese seien "konstruktiv-kritisch". "Wenn es solche Dissonanzen gibt, dann muss man die in einer Fraktion auch ansprechen und offen diskutieren dürfen.", sagte Frei in der ARD. Die knappe Mehrheit von zwölf Stimmen zwischen CDU/CSU und SPD sei eine Herausforderung, räumte Frei ein. "Jede Kollegin und jeder Kollege weiß, dass es auf genau seine Stimme ankommt." ### Verständnis für Rentenreform-Debatte Zur geplanten Abschaffung der "Rente mit 63" zeigte Frei Verständnis. Drei CDU-Ministerpräsidenten hatten die Diskussion ausgelöst. Es sei legitim, Punkte herauszunehmen und über Alternativen nachzudenken. „Daraus sollte man auch niemandem einen Strick drehen“, sagte Frei in der ARD. Gleichzeitig räumte er ein: "Es ist zumindest kein positiver Eindruck, den wir hier hinterlassen." Immerhin liege ein überzeugender Kompromissvorschlag vor. "Das ist ein fein austarierter Kompromiss, nicht nur zwischen Union und SPD, sondern auch zwischen den Generationen." Der Vorschlag nehme alle in den Blick, das sei gerecht und vernünftig. Deshalb sei es ein "Wert an sich, wenn wir diese, ich will es wirklich so sagen, Jahrhundertreform jetzt über die Rampe schieben". Zur Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der im nächsten Jahr aufhört, sagte Frei, es spreche vieles dafür, dass erstmals eine Frau das Amt übernimmt. „Ich persönlich fände das auch sehr wünschenswert“, sagte der CDU-Politiker in der ARD. Er riet jedoch zu einer offenen Debatte. Erst nach den drei Landtagswahlen im September stehe die Zusammensetzung der Bundesversammlung fest. Die soll Ende Januar den neuen Bundespräsidenten wählen. Frei plädierte dafür, „aus Respekt vor dem herausragenden Amt jetzt keine wochen- oder monatelange Personaldebatte“ zu führen. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück