Bei 36 Grad kühlt der Flughafen Hannover seine Start- und Landebahn mit Wasser.
Der Flughafen Hannover hat auf die anhaltende Hitzewelle mit einer ungewöhnlichen Maßnahme reagiert. Um Schäden an der Nordbahn zu verhindern, wird die Landebahn gezielt bewässert. Zwei Tanklaster mit jeweils 11.000 Litern Wasser sind im Einsatz, um die Betondecke zu kühlen, wie die Frankfurter Neue Presse und die Hessische Niedersächsische Allgemeine berichten. Sobald die Außentemperatur 29 Grad erreicht, startet die Bewässerung – abhängig von der Sonneneinstrahlung. Dabei werden jeweils 15 Meter an den seitlichen Randbereichen der Nordbahn mit Wasser versorgt. Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahme liegt in einem Vorfall aus dem Jahr 2018, als es auf der Nordbahn aufgrund der Hitze zu einem sogenannten Blow-up kam. Dabei verformt sich die Fahrbahndecke durch extreme Hitze, was zu Aufwölbungen oder Aufbrüchen im Belag führen kann. Solche Schäden können den Flugbetrieb erheblich gefährden.
Frankfurt und Bremen bleiben entspannt
Anders sieht die Situation am Flughafen Frankfurt aus. Dort ist eine Wässerung der Start- und Landebahnen nicht geplant, wie eine Fraport-Sprecherin der Frankfurter Neuen Presse mitteilte. Man beobachte die Lage genau, und mögliche Hitzeschäden würden schnell behoben. Auch der Flughafen Bremen sieht derzeit keinen Handlungsbedarf. Ein Sprecher erklärte, man beobachte die Situation, habe aber derzeit keine Sorgen.
Autobahnen leiden unter Hitzeschäden
Die Hitzewelle betrifft nicht nur die Flughäfen, sondern auch andere Bereiche der Infrastruktur. Auf mehreren Autobahnen in Deutschland kommt es aufgrund von Hitzeschäden zu Sperrungen und Tempolimits, wie die Tagesschau berichtet. In Hessen, Thüringen und Sachsen ist der Winterdienst im Einsatz, um die Straßen mit Wasser zu kühlen und ein Aufreißen zu verhindern.
DWD warnt vor extremer Wärmebelastung
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer starken Wärmebelastung, insbesondere für alte und pflegebedürftige Menschen. Im dicht bebauten Stadtgebiet von Hannover komme eine zusätzliche Belastung durch die verringerte nächtliche Abkühlung hinzu, wie t-online berichtet. Die Behörde empfiehlt, Hitze zu meiden, ausreichend Wasser zu trinken und Innenräume kühl zu halten.
