# FIFA-Krise: Infantino sucht Hilfe bei Trump-Regierung Datum: 04.08.2026 12:16 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/fifa-krise-infantino-sucht-hilfe-bei-trump-regierung-739241/ --- Nach gescheitertem Investorendeal: FIFA-Boss soll Unterstützung aus den USA erbitten FIFA-Präsident Gianni Infantino steht nach dem Scheitern seines umstrittenen Plans, kommerzielle WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen, massiv unter Druck. Wie die US-amerikanische Zeitung New York Post berichtet, soll der 56-jährige Schweizer versucht haben, Unterstützung aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu erhalten. Demnach habe Infantino um ein privates Gespräch mit US-Außenminister Marco Rubio gebeten, um über Fußball als Instrument der Soft Power zu sprechen. Zwei anonyme Quellen bestätigten der New York Post, dass ein Telefonat für Montagmorgen anberaumt war. Ein Insider erklärte, es gehe vor allem darum, Infantinos Position als FIFA-Chef zu sichern, da er sich zunehmend isoliert fühle. ## FIFA und Außenministerium dementieren Rubio-Treffen Die FIFA dementierte gegenüber Fox News jedoch, dass ein solches Treffen geplant sei. Auch das US-Außenministerium bestritt, dass es Pläne für ein Gespräch gebe. Ein Sprecher schrieb auf X, es gebe weder am Montag noch zu einem anderen Zeitpunkt ein Meeting zwischen Rubio und Infantino. Eine ranghohe FIFA-Quelle widersprach dieser Darstellung gegenüber der New York Post und behauptete, das Telefonat sei zunächst vereinbart, dann aber nach Medienberichten abgesagt worden. ### Trump will Infantino im Amt halten Der britische Daily Telegraph ging sogar weiter und berichtete, Trump wolle Infantino im Amt halten und alles Mögliche dafür tun. Ein ranghoher Regierungsmitarbeiter habe erklärt, der Präsident schätze den FIFA-Chef sehr, da dieser den USA geholfen habe, die beste Weltmeisterschaft aller Zeiten auszurichten. Parallel formiert sich innerhalb der FIFA und bei den Kontinentalverbänden offener Widerstand. Die UEFA droht mit rechtlichen Schritten und forderte die FIFA auf, alle Dokumente zum gescheiterten Investorenplan zu sichern. Zudem zogen erste nationale Verbände wie Wales, England, Serbien und Schweden ihre Unterstützung für Infantinos Wiederwahl zurück. ### Walisischer Verband zieht Unterstützung für Infantino zurück Der walisische Verband begründete dies mit einem Versagen in der Verbandsführung und mangelndem Vertrauen in den FIFA-Präsidenten. Infantino hatte angekündigt, 2027 erneut für das Amt zu kandidieren. Sein Plan, eine neue Gesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) zu gründen und Anteile daran zu verkaufen, scheiterte am Widerstand der Verbände. Zu den potenziellen Investoren sollte auch Thrive Capital gehören, die Investmentfirma von Joshua Kushner, dem Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück