# Feuer im Müritz-Nationalpark eingekesselt Datum: 19.07.2026 14:16 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/feuer-im-mueritz-nationalpark-eingekesselt-733855/ --- Brand auf 390 Hektar stabilisiert – Evakuierung von Granzin aufgehoben Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark ist nach Angaben des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte eingekesselt. Mit Wasserriegeln und Kreisregnern wird verhindert, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Die Ausdehnung des Brandes liegt bei rund 390 Hektar, wie der NDR berichtet. Auf der munitionsbelasteten Fläche ist das Feuer bereits gelöscht, in anderen Bereichen brennt der Wald jedoch weiter. Einzelne Rauchsäulen sind noch sichtbar, doch die Lage stabilisiert sich langsam. Die Zeit meldet, dass die Ausdehnung des Feuers derzeit unverändert bleibt und weniger Rauchsäulen zu sehen sind, was auf eine Verringerung der Glut hindeutet. ## Hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen Waldbrand Rund 300 bis 500 Einsatzkräfte aus mehreren Bundesländern, darunter Feuerwehr, THW, Bundeswehr und Spezialeinheiten aus Niedersachsen, bekämpfen die Flammen. Besonders robuste Waldbrandtanklöschfahrzeuge aus Niedersachsen unterstützen die Löscharbeiten, vor allem in der Nähe der Bahnstrecke Berlin-Neustrelitz-Rostock. Die Bahnstrecke selbst ist laut NDR nicht gefährdet, da eine stark bewässerte Schneise ein Überschlagen der Flammen verhindert. ### Granzin darf vorläufig zurückkehren Für die etwa 100 Einwohner des Dorfes Granzin gab es eine erste Entspannung: Die Evakuierung wurde vorläufig aufgehoben, wie der NDR und die Tagesschau berichten. Dennoch bleibt die Lage angespannt, da eine erneute Evakuierung nicht ausgeschlossen ist. Der Landkreis warnt weiterhin davor, das Brandgebiet zu betreten. Der Aussichtsturm auf dem Käflingsberg ist gesperrt, und Wege müssen freigehalten werden, um den Einsatzkräften den Zugang zu ermöglichen. ### Munitionsaltlasten behindern Löscharbeiten Die Brandbekämpfung wird durch die Munitionsbelastung des ehemaligen Truppenübungsplatzes erschwert. Im Boden liegen noch Reste aus dem Zweiten Weltkrieg und der DDR-Zeit, darunter Panzerabwehrminen. Deshalb müssen die Einsatzkräfte einen Sicherheitsabstand von etwa 1.000 Metern einhalten und können das Feuer nur indirekt bekämpfen. Immer wieder kommt es im Brandgebiet zu Explosionen. ### Bevölkerung unterstützt Einsatzkräfte vor Ort Die Unterstützung aus der Bevölkerung ist groß: Anwohner bringen Verpflegung zur Einsatzzentrale, und das Deutsche Rote Kreuz versorgt die Helfer mit Essen und Getränken. Fachleute rechnen langfristig mit einer Erholung der Natur, da das betroffene Gebiet nach der militärischen Nutzung bereits innerhalb von 30 Jahren wieder zu Wald geworden war. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück