# Fed erhöht Leitzins erstmals seit 2023 auf 3,75 bis 4,00 Prozent Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-17T09:16:45+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-17T09:16:45+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/fed-erhoeht-leitzins-erstmals-seit-2023-auf-375-bis-400-prozent-756645/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- US-Notenbank reagiert auf hohe Inflation – Trump kritisiert Entscheidung scharf Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins erstmals seit Juli 2023 wieder angehoben. Die Zinsspanne steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent, wie der Zentralbankrat in Washington mitteilte. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund einer anhaltend hohen Inflation, die sich in den USA seit Jahren über dem Zielwert der Fed von zwei Prozent bewegt. Im August lag die Teuerungsrate bei 3,4 Prozent, die Kerninflation bei 2,4 Prozent, wie das Handelsblatt berichtet. Besonders der Iran-Krieg habe die Energiepreise und damit die Inflation zusätzlich getrieben, so der Spiegel. ## Fed erhöht Zinsen für stabile Preise und Jobs Die Fed begründete den Schritt mit der Notwendigkeit, stabile Preise zu gewährleisten und das duale Mandat für Preisstabilität und Vollbeschäftigung zu erfüllen. Fed-Chef Kevin Warsh betonte, die Entscheidung sei richtig gewesen, um den Auftrag des Kongresses zu erfüllen. Gleichzeitig betonte er die Unabhängigkeit der Notenbank und die Konzentration auf ihr Fachgebiet. An den Finanzmärkten war die Zinserhöhung mit hoher Wahrscheinlichkeit eingepreist worden. ### Inflation trotzt Zinspausen seit 2025 Viele Experten hatten mit diesem Schritt gerechnet, da die Inflation trotz mehrfacher Zinspausen seit Dezember 2025 nicht nachließ. Die Fed hatte den Leitzins zuletzt im Juli 2023 erhöht und seitdem fünfmal in Folge unverändert gelassen. US-Präsident Donald Trump reagierte prompt mit Kritik. Auf seiner Plattform Truth Social forderte er erneut Zinssenkungen und warf der Fed politische Motive vor. ### Trump fordert Zinssenkungen nach Fed-Entscheidung Trump hatte Warsh im Mai an die Spitze der Notenbank gesetzt, nachdem dessen Vorgänger Jerome Powell nicht bereit war, die Zinsen zu senken. Warsh beteuerte jedoch, sich gegenüber dem Präsidenten zu keiner bestimmten Zinsentscheidung verpflichtet zu haben. Die aktuelle Entscheidung könnte weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr nach sich ziehen. 16 der 18 befragten Fed-Mitglieder erwarten mindestens eine weitere Erhöhung um 25 Basispunkte, wie die Zeit unter Berufung auf die dpa berichtet. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück