# FDP/UWG setzt auf Kreisverkehr statt Tempo 30 in Osnabrück Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-24T18:15:32+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-24T16:22:05+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/fdp-uwg-setzt-auf-kreisverkehr-statt-tempo-30-in-osnabrueck-759707/ Kategorie: Aktuell --- Die FDP/UWG-Gruppe im Osnabrücker Stadtrat lehnt eine generelle Einführung von Tempo 30 auf den Hauptverkehrsstraßen der Stadt ab. Stattdessen setzt die Gruppe auf bauliche Veränderungen am Wall, moderne Ampelanlagen und eine bessere Radverkehrsführung. ## Kreisverkehr soll Verkehrsprobleme lösen „Tempo 30 auf den Hauptachsen mag auf den ersten Blick nach mehr Sicherheit klingen, löst aber keines der eigentlichen Probleme“, erklärt Oliver Hasskamp, stadtentwicklungspolitischer Sprecher. „Wir brauchen keine Symbolpolitik, sondern echte infrastrukturelle Verbesserungen.“ Konkret erneuert die FDP ihre Forderung nach einem Kreisverkehr rund um den Wall. Dieser könne den Verkehrsfluss verbessern, Unfallschwerpunkte entschärfen und gleichzeitig Platz für eine eigene Busspur schaffen. Busse müssten dann weniger im allgemeinen Autoverkehr stehen und könnten zuverlässiger unterwegs sein. Zusätzliche Brisanz bekommt das Thema nach Ansicht der Gruppe durch die geplante Sperrung des Neumarkts für den Individualverkehr. Ein Teil des bisherigen Verkehrs werde voraussichtlich auf den Wall ausweichen. Deshalb müsse dort rechtzeitig für eine leistungsfähige Verkehrsführung gesorgt werden. Auch das aktuelle Lärmgutachten für den Wall überzeugt die FDP/UWG nicht. Darin wird Tempo 30 als Maßnahme zum Schutz der Anwohner vor Verkehrslärm vorgeschlagen. Die Gruppe plädiert stattdessen für bauliche Maßnahmen wie Lärmschutzfenster, die gezielt die betroffenen Anwohner schützen sollen. ### Ampeln sollen intelligenter werden Darüber hinaus fordert die Gruppe eine stärkere Digitalisierung der Ampelanlagen. Sensorgesteuerte Ampeln könnten Wartezeiten verkürzen und den Verkehrsfluss verbessern. Dadurch ließen sich nach Ansicht der FDP/UWG auch Lärm und Abgase durch unnötiges Stop-and-go reduzieren. Beim Radverkehr am Wall sieht die Gruppe kurzfristig Handlungsbedarf. Der Bereich zwischen Helmut-Kohl-Platz und der Agentur für Arbeit müsse zumindest provisorisch verbessert werden. Langfristig sei ein durchgängiger, breiter Radweg das Ziel. „Verkehrssicherheit entsteht nicht durch niedrigere Tempolimits allein, sondern durch kluge Verkehrsführung, sichere Radwege und intelligente Technik“, so Hasskamp weiter. „Ein Kreisverkehr am Wall, eine eigene Busspur und digitale Ampeln bringen mehr Sicherheit, mehr Zuverlässigkeit im ÖPNV und einen besseren Verkehrsfluss. Gerade angesichts der zu erwartenden Mehrbelastung durch die Neumarktsperrung wäre das die richtige Lösung, ohne dass Autofahrerinnen und Autofahrer pauschal ausgebremst werden.“ --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück