# FDP-Politikerin Zaya fordert mehr Kompromisse und sachliche Sprache Datum: 31.05.2026 00:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/fdp-politikerin-zaya-fordert-mehr-kompromisse-und-sachliche-sprache-717702/ --- Das neue FDP-Präsidiumsmitglied Nadin Zaya fordert von ihrer Partei mehr Kompromissbereitschaft und eine achtsamere Sprache im politischen Streit. Die FDP müsse sich von der Vorstellung verabschieden, in Regierungsverantwortung alle eigenen Forderungen vollständig durchsetzen zu können und stattdessen den Wert von Koalitionskompromissen stärker betonen. ## Appell zu mehr Kompromissfähigkeit Das neue FDP-Präsidiumsmitglied Nadin Zaya hat ihrer Partei geraten, sich stärker auf Kompromisse einzulassen. „Der springende Punkt ist, dass wir verlernt haben, Kompromisse einzugehen“, sagte Zaya dem Redaktionsbetzwerk Deutschland. Die FDP habe in der Illusion gelebt, dass eine Partei 100 Prozent ihrer Forderungen umsetzen könne, wenn sie mitregiere. „Aber so funktioniert Regieren nicht. Man muss immer einen Mittelweg finden mit den Koalitionspartnern. Diese Selbstverständlichkeit müssen wir wieder mehr nach außen tragen.“ Thematisch müsse sich die FDP nach Ansicht von Zaya auf bestimmte Felder konzentrieren. Schwerpunkte sollten bei Bildung, Digitalisierung und Menschen- und Bürgerrechten gesetzt werden. Damit sei die Partei im Bundestagswahlkampf 2017 erfolgreich gewesen. ### Distanz zu „Vulgärliberalismus“ Ausdrücklich distanzierte sich Zaya von derben Formulierungen, wie sie der neue Parteivorsitzende Wolfgang Kubicki bisweilen gebraucht. Sie fühle sich nicht davon angesprochen, wenn Politiker sich gegenseitig beleidigten, sagte Zaya dem Redaktionsbetzwerk Deutschland. „Das ist ein Vulgärliberalismus, der auch in der Mehrheit der Gesellschaft nicht gut ankommt. Meine Bewerbung hat gezeigt, dass man auch gegen zwei Konkurrenten gewinnen kann, ohne in eine vulgäre Sprache zu verfallen. Wir müssen klar, sachlich, aber mit Herz sprechen. Herr Kubicki war vorher noch nie Bundesvorsitzender. Ich bin mir sicher, dass er in seiner neuen Rolle eine andere Sprache wählen wird.“ ### Wettbewerb um den Parteivorsitz Die überraschende Kandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann für den Parteivorsitz bewertete Zaya positiv. „Das zeigt, dass die FDP Wettbewerb kann“, sagte sie dem Redaktionsbetzwerk Deutschland. Dass Strack-Zimmermann 40 Prozent erhalten habe, sei keine Niederlage. „Es ist eher eine Erinnerung an Herrn Kubicki, auch diejenigen in der FDP zu hören, die nicht seine Meinung vertreten.“ In seiner Antrittsrede habe Kubicki nach Zayas Einschätzung bereits einen integrativeren Ton angeschlagen. Die 27-jährige Zaya hatte sich auf dem FDP-Parteitag am Samstag gegen zwei Gegenkandidaten durchgesetzt, den hessischen FDP-Vorsitzenden Thorsten Lieb und den Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Die langjährige niedersächsische Juli-Chefin kandidierte auf Vorschlag der Jungen Liberalen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück