# FDP-General fordert mehr direkte Demokratie auf Bundesebene Datum: 06.06.2026 04:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/fdp-general-fordert-mehr-direkte-demokratie-auf-bundesebene-719824/ --- Angesichts wachsender Zweifel vieler Menschen an der repräsentativen Demokratie fordert der neue FDP-Generalsekretär Martin Hagen mehr direkte Bürgerbeteiligung auf Bundesebene. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal T-Online plädierte er für Volksentscheide und eine kritische Debatte über die Verrechtlichung der Politik sowie die Kompetenzübertragung an supranationale Organisationen. ## Mehr direkte Demokratie auf Bundesebene Der neue FDP-Generalsekretär Martin Hagen sieht angesichts schwindender Zustimmung zur repräsentativen Demokratie Handlungsbedarf. „Die Zustimmung zu unserem politischen System sinkt und viele Menschen haben den Eindruck, ihre Stimme an der Wahlurne könne nichts verändern“, sagte Hagen dem Nachrichtenportal T-Online. Diese Zweifel an der Selbstwirksamkeit des Souveräns müsse man ernst nehmen und dem etwas entgegensetzen, so Hagen weiter gegenüber T-Online. Hagen erklärte, er könne sich Elemente der direkten Demokratie vorstellen, etwa Volksentscheide auf Bundesebene. Man müsse aber auch die zunehmende Verrechtlichung der Politik und die schleichende Kompetenzübertragung an supranationale Organisationen kritisch diskutieren. „Ich denke, das sind Fragen, mit denen sich Liberale beschäftigen sollten – ganz im Geiste der Demokratiebewegung des Vormärz“, sagte er T-Online. ### Rückbesinnung auf den „liberalen Markenkern“ der FDP Mit Blick auf den Kurs der FDP unter der Führung von Wolfgang Kubicki und ihm selbst betonte Hagen die Notwendigkeit einer inhaltlichen Schärfung. „Wir müssen den liberalen Markenkern wieder freilegen, die klassische FDP-DNA, die uns früher stark gemacht hat“, sagte er T-Online. Konkret bedeute dies nach Hagens Worten wirtschaftliche und persönliche Freiheit, Eigenverantwortung, Stärkung des mündigen Bürgers und seiner Abwehrrechte gegenüber dem Staat. Für solch ein politisches Angebot gebe es aus seiner Sicht eine deutlich größere Nachfrage, als es die aktuellen Umfragewerte nahelegten. Diese Nachfrage liege weit oberhalb von fünf Prozent, „wahrscheinlich auch jenseits von zehn Prozent“, sagte Hagen dem Nachrichtenportal T-Online. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück