# Familienunternehmer drängen Kanzler Merz zu Vertrauensfrage und Reformkurs Datum: 07.05.2026 00:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/familienunternehmer-draengen-kanzler-merz-zu-vertrauensfrage-und-reformkurs-709727/ --- Der Verband der Familienunternehmer fordert von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ein entschiedeneres Durchgreifen gegenüber dem Koalitionspartner SPD. Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann verlangt, Merz müsse notfalls die Vertrauensfrage im Bundestag stellen, um einen strikten Reformkurs durchzusetzen. ## Familienunternehmer drängen Merz zu härterem Kurs Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann sagte der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe), Merz habe „noch das Potenzial zur Führung, muss sich dafür gegenüber der SPD aber endlich behaupten“. Wenn weiter keine tiefgreifenden Reformen kämen, weil der Koalitionspartner blockiere, müsse der Kanzler notfalls bereit sein, „alles in den Ring zu werfen und die Vertrauensfrage im Bundestag zu stellen“, wurde Ostermann von der „Rheinischen Post“ zitiert. Das wäre zwar „dramatisch, weil nach der gescheiterten Ampel auch die nächste Regierung scheitern könnte“, so Ostermann laut „Rheinischer Post“. „Aber ohne Wirtschaftswende ginge der Absturz Deutschlands ohnehin weiter. Mit der angedrohten Vertrauensfrage könnte Merz die SPD dazu bringen, von ihrer Nachfrage- auf Angebotspolitik umzuschalten“, sagte sie der „Rheinischen Post“. ### Forderungen zur Rentenpolitik Zur Rentenpolitik erklärte Ostermann in der „Rheinischen Post“, eine Rentenreform müsse die Wiedereinführung des Nachhaltigkeitsfaktors enthalten, um die Rentenanstiege zu dämpfen. „Den Trend zur Frühverrentung gilt es umzukehren – durch spürbare Abschläge beim vorzeitigen Renteneintritt und Anreize zum längeren Arbeiten. Das Renteneintrittsalter sollte an die Lebenserwartung gekoppelt werden“, sagte Ostermann der „Rheinischen Post“. Damit die Rentenbeiträge der Arbeitnehmer nicht immer nur steigen, wären nach Ansicht der Verbandspräsidentin Mütterrente und Rente mit 63 zurückzunehmen oder deren Finanzierung anders zu regeln, wie sie der „Rheinischen Post“ erläuterte. ### Warnung vor höheren Steuern Bei der von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) geplanten Steuerreform müsse die Union nach den Worten Ostermanns die Anhebung des Spitzensteuersatzes verhindern. „Ein höherer Spitzensteuersatz würde den Mittelstand ins Mark treffen“, behauptete die Verbandschefin in der „Rheinischen Post“. Auch eine höhere Reichensteuer wirke „in der Krise wie eine Investitionssteuer“, sagte Ostermann der Zeitung. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück