# Familienministerin fordert strengere Regeln zu Bildschirmzeit für Kleinkinder Datum: 30.05.2026 05:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/familienministerin-fordert-strengere-regeln-zu-bildschirmzeit-fuer-kleinkinder-717587/ --- Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) fordert strengere Regeln für den Umgang von Kleinkindern mit digitalen Medien und will Eltern stärker in die Verantwortung nehmen. Zugleich plant sie bundesweite Untersuchungen zur Sprach- und Entwicklungsförderung von Vorschulkindern sowie Maßnahmen gegen die zunehmenden Probleme im Bildungssystem. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will Eltern bei der Begrenzung der Bildschirmzeiten ihrer Kinder stärker in die Pflicht nehmen. Es müsse eigentlich gesellschaftlicher Standard sein, dass Kinder unter drei Jahren überhaupt keinen Kontakt zu digitalen Endgeräten haben, sagte Prien der „Welt am Sonntag“. Um das zu erreichen, könne man über gesetzliche Regelungen zumindest nachdenken. Man regele ja auch andere Pflichten von Eltern im Bürgerlichen Gesetzbuch, etwa die gewaltfreie Erziehung, sagte die CDU-Politikerin laut „Welt am Sonntag“. ## Bildschirmzeiten und elterliche Verantwortung Der Staat solle zwar nicht ins Kinderzimmer hineinregieren, so Ministerin Prien gegenüber der „Welt am Sonntag“. Aber man müsse Eltern viel deutlicher sagen, welche Folgen ihr Verhalten für die Entwicklung ihrer Kinder habe. „Wir sehen dramatische Folgen – übrigens nicht nur, weil Kinder ständig am Bildschirm hängen, sondern auch, weil Eltern es tun“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. ### Frühe Entwicklungsdiagnostik in Kitas Über das Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz will die Familien- und Bildungsministerin zudem regeln, dass rund um den vierten Geburtstag alle Kinder auf ihren Sprach- und Entwicklungsstand untersucht werden. „Wir sehen immer mehr Entwicklungsverzögerungen – nicht nur sprachlich, sondern auch sozial-emotional. Selbstregulation ist ein großes Thema“, so Prien in der „Welt am Sonntag“. Kinder mit besonderem Förderbedarf müssten gezielt gefördert werden, besonders im Jahr vor der Schule. „Ich halte das für einen echten Gamechanger im Bildungssystem“, sagte sie der Zeitung. Über eine mögliche Kita-Pflicht müssten die Länder nach den Worten von Prien selbst entscheiden. Manche setzten auf ein verpflichtendes Kita-Jahr, andere auf vorgezogene Schulpflicht. Prien erklärte in der „Welt am Sonntag“, sie finde nicht, dass der Bund den Ländern das detailliert vorschreiben sollte. ### Reaktion auf IQB-Bildungstrend Mit Blick auf die schlechten Ergebnisse im IQB-Bildungstrend sagte Prien der „Welt am Sonntag“, sie arbeite gemeinsam mit den Ländern derzeit daran, wie die Trendwende gelingen könne. Wichtig sei vor allem die Konzentration auf basale Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen. „Zudem wollen wir den Leistungsstand regelmäßig mit Daten erheben“, so Prien gegenüber der Zeitung. „Wir können es uns nicht leisten, dass etwa ein Viertel der Kinder in Deutschland die Grundschule verlässt, ohne richtig lesen zu können. Das ist einfach nicht hinnehmbar“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück