# EZB verlängert Zinspause: Leitzins bleibt bei zwei Prozent Datum: 19.03.2026 14:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ezb-verlaengert-zinspause-leitzins-bleibt-bei-zwei-prozent-693342/ --- Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt ihre Zinspause fort und belässt den Leitzins bei 2,0 Prozent. Damit bleiben auch die weiteren Schlüsselsätze der Geldpolitik unverändert, wie die Notenbank nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt mitteilte. Zugleich verweist der EZB-Rat auf wachsende Unsicherheiten durch den Krieg im Nahen Osten, der sowohl die Inflation als auch das Wirtschaftswachstum beeinflussen dürfte. Die EZB teilte am Donnerstag nach der Ratssitzung in Frankfurt mit, dass der Leitzins bei 2,0 Prozent bleibt. Dementsprechend liegen der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität unverändert bei 2,00 Prozent, 2,15 Prozent beziehungsweise 2,40 Prozent. ## EZB-Rat verweist auf Inflationsziel und Kriegsfolgen Der EZB-Rat erklärte, man sei „entschlossen, dafür zu sorgen, dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiere“. Zugleich habe „der Krieg im Nahen Osten allerdings zu deutlich unsichereren Aussichten geführt“. Er habe „Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum zur Folge“. Durch höhere Energiepreise werde sich der Krieg „auf kurze Frist erheblich auf die Inflation auswirken“. Die mittelfristigen Auswirkungen würden laut EZB-Rat „sowohl von der Intensität und der Dauer des Konflikts als auch davon abhängen, wie die Energiepreise auf die Verbraucherpreise durchschlagen und die Wirtschaft beeinträchtigen“. Weiter hieß es, der EZB-Rat sei „insgesamt gut gerüstet, um diese Unsicherheit zu bewältigen“. Die Inflation liege „in der Nähe des Zielwerts von zwei Prozent“, die längerfristigen Inflationserwartungen seien „fest verankert“, und die Wirtschaft habe sich „in den letzten Quartalen als widerstandsfähig erwiesen“. Die in nächster Zeit eingehenden Daten sollen nach Angaben des EZB-Rats „dabei unterstützen, die Auswirkungen des Krieges auf die Inflationsaussichten und die damit verbundenen Risiken zu beurteilen“. Man beobachte „die Lage genau“ und der „datengestützte Ansatz“ werde dabei helfen, „die Geldpolitik dementsprechend festzulegen“. ### Angehobene Inflationsprognosen bis 2028 Die neuen von Fachleuten der EZB erstellten Projektionen enthalten nach EZB-Angaben „ausnahmsweise Informationen bis zum 11. März, einem späteren Redaktionsschluss als üblich“. Im Basisszenario wird eine Gesamtinflation von durchschnittlich 2,6 Prozent für 2026, 2,0 Prozent für 2027 und 2,1 Prozent für 2028 erwartet. Die Inflation wurde gegenüber den Projektionen vom Dezember, insbesondere für 2026, nach oben revidiert. Ursächlich dafür sei, „dass die Energiepreise aufgrund des Krieges im Nahen Osten höher sein werden“. Bei der Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel gehen die Fachleute von durchschnittlich 2,3 Prozent für 2026, 2,2 Prozent für 2027 und 2,1 Prozent für 2028 aus. Dies sei ebenfalls höher als in den Projektionen vom Dezember angenommen, vor allem, „weil die höheren Energiepreise auf die Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel durchschlagen“. ### Gedämpftes Wachstum, aber stützende Faktoren Die Fachleute der EZB erwarten zudem ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 0,9 Prozent für 2026, 1,3 Prozent für 2027 und 1,4 Prozent für 2028. Dies bedeute, insbesondere für 2026, eine Abwärtsrevision, „in der sich die globalen Auswirkungen des Krieges auf die Rohstoffmärkte, die Realeinkommen und das Vertrauen widerspiegeln“. Zugleich dürften „die niedrige Arbeitslosigkeit, solide Bilanzen im privaten Sektor und die öffentlichen Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur das Wachstum weiterhin stützen“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück