# Experten fordern strengeren Jugendschutz und Altersgrenzen in sozialen Netzwerken Datum: 24.06.2026 07:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/experten-fordern-strengeren-jugendschutz-und-altersgrenzen-in-sozialen-netzwerken-725258/ --- Eine vom Bundesfamilienministerium eingesetzte Expertenkommission empfiehlt neue Regeln zum Schutz Minderjähriger in sozialen Netzwerken und legt dazu zwei unterschiedliche Modelle vor. Die Vorschläge betreffen sowohl mögliche Altersgrenzen als auch die Regulierung einzelner Funktionen und sollen an Familienministerin Karin Prien (CDU) übergeben werden. ## Zwei Modelle für Altersbeschränkungen Die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ schlägt nach Angaben des Magazins Politico zwei Varianten für eine künftige Altersbeschränkung in sozialen Netzwerken vor. In der ersten Variante ist eine klare Altersgrenze von 13 Jahren vorgesehen, die „mit einer wirksamen Altersüberprüfung verbunden werden“ müsse (Politico). Kinder unter 13 Jahren hätten demnach nur noch einen eingeschränkten Zugang: Vorgesehen sei ein „gesetzlicher Erlaubnisvorbehalt“, der ausschließlich nachweislich kindgerechte und risikoarme Angebote zulässt (Politico). Für Jugendliche ab 13 Jahren sehen die Fachleute in dieser Variante ein gestuftes Schutzkonzept für 13- bis 16-Jährige sowie für 16- bis 18-Jährige vor. „Riskante Funktionen sollen standardmäßig deaktiviert sein“, heißt es in den Handlungsempfehlungen laut Politico. ### Risikobasierter Ansatz ohne starre Altersgrenze Die zweite von der Kommission vorgeschlagene Variante verzichtet nach dem Bericht von Politico auf eine einheitliche Altersbeschränkung. Stattdessen soll der Digital Services Act (DSA) so ergänzt werden, dass einzelne Angebote oder Funktionen je nach Risikobewertung beschränkt werden können. Demnach könnten etwa algorithmische Feeds, offene Kontaktfunktionen, Livestreams oder andere risikoreiche Angebote altersabhängig reguliert werden (Politico). ### Warnung vor nationalen Alleingängen Unabhängig von der gewählten Variante warnt die Kommission laut Politico vor nationalen Alleingängen. Plattformen agierten grenzüberschreitend, viele Anbieter säßen im Ausland. „Nationale Vorgaben könnten deshalb gegenüber den Anbietern nur eingeschränkt durchgesetzt werden“, heißt es in den Empfehlungen (Politico). Zudem sei unklar, wie weit Mitgliedstaaten neben dem DSA zusätzliche Verpflichtungen erlassen dürfen (Politico). ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück