# Evonik-Chef Kullmann soll Vertrag in Krisenphase verlängern Datum: 30.03.2026 14:59 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/evonik-chef-kullmann-soll-vertrag-in-krisenphase-verlaengern-697536/ --- Der Evonik-Chef Christian Kullmann steht vor einer erneuten Verlängerung seines Vertrags. Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Tönjes begründet dies mit der Notwendigkeit von Stabilität und Kontinuität in einer als kritisch beschriebenen Phase für den Chemiekonzern. Zugleich zeigt sich Tönjes unzufrieden mit der Börsenbewertung von Evonik und stellt eine Neubesetzung im Vorstand bis Juni in Aussicht. ## Stabilität an der Konzernspitze Der Vorstandsvorsitzende des Chemiekonzerns, Christian Kullmann, steht vor einer erneuten Verlängerung seines Vertrags. „In einer solch kritischen Phase wie derzeit sind Stabilität und Kontinuität nicht zu unterschätzen“, sagte der Evonik-Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Tönjes dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) mit Blick auf die Führung des Konzerns. Kullmanns Vertrag endet 2027, im Sommer wird das Kontrollgremium über die Verlängerung entscheiden. ### Unzufriedenheit mit dem Börsenwert Mit dem Börsenwert von Evonik zeigte sich Tönjes unzufrieden. „Der Aktienkurs spiegelt das Potenzial von Evonik nicht wider. Aber das liegt nicht am Management, sondern an externen Rahmenbedingungen“, sagte er dem „Handelsblatt“. Tönjes ist Chef der RAG-Stiftung, die 46 Prozent der Anteile hält und Deutschlands vermögensstärkste private Stiftung ist. Bis Juni will der Evonik-Aufsichtsrat zudem die seit Herbst 2025 vakante Position des Finanzvorstands neu besetzen. „Für die anstehende Phase brauchen wir einen krisenerprobten und robusten Manager, der viel Erfahrung in Umbruchsituationen mitbringt“, beschrieb Tönjes die Anforderungen im „Handelsblatt“. ### RAG-Stiftung unterstützt neue Dividendenpolitik Die RAG-Stiftung steht hinter der neuen Dividendenpolitik von Evonik, die faktisch auf eine Kürzung hinausläuft. „Die RAG-Stiftung wird kein Problem haben, die niedrigeren Einnahmen aus der Evonik-Dividende zu ersetzen“, sagte Tönjes dem „Handelsblatt“. „Wir haben uns ein großes Stück unabhängig von Evonik gemacht, unser Portfolio diversifiziert und von einem schwierigen Marktumfeld gelernt.“ Jetzt werde man „mehr und mehr zu einer ,normalen Investorin`“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück