# EU verhängt 890-Millionen-Strafe gegen Google wegen DMA-Verstößen Datum: 23.07.2026 12:34 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/eu-verhaengt-890-millionen-strafe-gegen-google-wegen-dma-verstoessen-735145/ --- Die EU-Kommission hat gegen Google wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Märkte (DSA) Geldbußen von insgesamt 890 Millionen Euro verhängt. Nach Angaben der Brüsseler Behörde bevorzugt der Konzern in seiner Suche eigene Dienste und schränkt zudem Unternehmen ein, die Verbraucher zu alternativen Kaufkanälen auf Google Play führen wollen. ## Vorfwurf der Bevorzugung eigener Angebote In einer ersten Entscheidung setzte die EU-Kommission gegen Google eine Geldbuße fest, weil der Konzern seine eigenen Dienstleistungen wie Einkaufs-, Hotel-, Transport- und Sportergebnisse in der Google-Suche bevorzugt behandelt haben soll. Die Behörde stellte fest, dass Google seine eigenen Dienste prominenter in den Suchergebnissen anzeigt, während ähnliche Dienste von Drittanbietern nicht die gleiche Bedeutung erhalten. ### Einschränkungen für App-Entwickler Die zweite Entscheidung betrifft eine weitere Geldbuße, die Google wegen der Einschränkung von App-Entwicklern auferlegt wurde. Diese sollten nach Auffassung der Kommission in der Lage sein, Kunden über alternative Angebote zu informieren und zu leiten. Google soll App-Entwickler jedoch daran gehindert haben, Angebote frei zu kommunizieren und Verträge mit Nutzern in Vertriebskanälen ihrer Wahl abzuschließen. ### Frist von 60 Tagen und mögliche Zwangsgelder Die Kommission wies Google an, die Nichteinhaltung innerhalb von 60 Tagen zu beenden und Maßnahmen zu ergreifen, um die Dienste von Drittanbietern fair zu behandeln und App-Entwicklern mehr Freiheit zu gewähren. Andernfalls riskiert der Konzern Zwangsgelder in Höhe von bis zu fünf Prozent seines weltweiten Gesamtumsatzes. „Google hat die wirksame Einhaltung des Gesetzes über digitale Märkte nicht eingehalten, und heute haben wir entschiedene, aber ausgewogene Durchsetzungsmaßnahmen ergriffen, um diese Verstöße zu sanktionieren“, sagte EU-Kommissionsvize Teresa Ribera laut Mitteilung der EU-Kommission. EU-Kommissionsviz Henna Virkkunen ergänzte der Kommission zufolge, dass die beiden Beschlüsse die Entschlossenheit der EU bestätigten, das Gesetz über digitale Märkte anzuwenden, um Unternehmen und Innovationen zu schützen. „Die heutigen Beschlüsse sind ein klares Signal: Wir werden nicht zögern, unsere Instrumente zu nutzen, um die Geschäfts- und Innovationschancen des DMA zu sichern.“ --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück