# EU lockert „Buy European“: E-Auto-Vorteile für Partnerländer Datum: 08.06.2026 14:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/eu-lockert-buy-european-e-auto-vorteile-fuer-partnerlaender-720377/ --- Die EU will ihre „Buy European“-Regeln für Dienstwagen und E-Autos für Großbritannien, Japan und Südkorea öffnen. Künftig sollen auch Autos dieser drei Länder als „Trusted Partners“ von den strikten Vorgaben für Dienstwagen und Unternehmensflotten profitieren, berichtet das „Handelsblatt“. ## Ausnahme für „Trusted Partners“ Die EU plant eine Öffnung ihrer „Buy European“-Regeln für Dienstwagen und Elektroautos zugunsten von Großbritannien, Japan und Südkorea. Demnach sollen Fahrzeuge aus diesen drei Ländern künftig als „Trusted Partners“ eingestuft und damit von den strengen Vorgaben für Dienstwagen und Unternehmensflotten ausgenommen werden, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Die neuen „Buy European“-Vorgaben im sogenannten „Industrial Accelerator Act“ (IAA) sehen vor, dass staatliche Beihilfen grundsätzlich nur noch für Fahrzeuge „Made in EU“ fließen. Dies soll vermeiden, dass Importe aus dem Ausland weiterhin mit europäischem Steuergeld gefördert werden. Besonders streng sind die Vorgaben für Dienstwagen und Unternehmensflotten. Ausnahmen für Partnerländer waren hier bisher nicht vorgesehen. ### Druck aus Großbritannien und Japan Die geplante Ausnahme zielt darauf ab, das Nissan-Werk im britischen Sunderland zu retten. Der japanische Autobauer hatte davor gewarnt, wegen der geplanten EU-Regeln seine Fabrik in Großbritannien schließen zu müssen. Fast die Hälfte aller in Großbritannien produzierten Fahrzeuge, etwa 45 Prozent, werden in die EU verkauft. Mit den „Made in EU“-Regeln drohte Großbritannien, seinen Standortvorteil zu verlieren. Der japanische Autohersteller Nissan hatte den britischen Premier Keir Starmer davor gewarnt, dass er aufgrund der „Buy European“-Regeln die Fabrik in Sunderland schließen müsse. Starmer und seine Kollegen hätten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und ihre Kommissare nun davon überzeugt, dass es im Interesse der EU sei, die integrierten Lieferketten zwischen Korea, Japan und Großbritannien zu bewahren, hieß es. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück