# EU-Experten: Social Media erst ab 13 Jahren Datum: 13.07.2026 12:47 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/eu-experten-social-media-erst-ab-13-jahren-731881/ --- Experten fordern EU-weite Altersgrenze für soziale Medien. Ein von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einberufenes Expertengremium hat empfohlen, den Zugang zu sozialen Medien für Kinder unter 13 Jahren in der gesamten EU zu beschränken. Die Nutzung sollte nur unter elterlicher Aufsicht, in pädagogischen Kontexten oder zeitlich begrenzt erlaubt sein. Dies geht aus einem kürzlich in Brüssel vorgestellten Bericht hervor, über den unter anderem t-online.de und onvista.de berichten. ## Keine Bildschirme für Kinder unter zwei Jahren Besonders streng sind die Empfehlungen für Kleinkinder: Für Kinder bis zwei Jahre raten die Fachleute gänzlich von der Nutzung digitaler Medien ab. Jörg Fegert, ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ulm und Co-Autor des Berichts, betont die Risiken für die frühkindliche Entwicklung. ### Soziale Medien ab 13 nur mit Schutzmechanismen Ab dem 13. Lebensjahr soll der Zugang zu sozialen Medien schrittweise erweitert werden. Dabei müssen standardmäßige Sicherheitsvorkehrungen greifen, um Suchtgefahren oder den Kontakt mit schädlichen Inhalten zu minimieren. Die Experten fordern zudem, dass Plattformen altersgerechte Einstellungen und Schutzmechanismen implementieren. ### Frankreich verbietet soziale Medien für unter 15-Jährige Frankreich hat bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen. Dort wurde kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das die Nutzung sozialer Medien für Kinder unter 15 Jahren ohne elterliche Zustimmung verbietet. Dies könnte als Vorbild für andere EU-Länder dienen. ### Digitale Kompetenz ohne psychische Risiken fördern Die Empfehlungen des Gremiums zielen darauf ab, die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen zu schützen. Gleichzeitig soll die digitale Kompetenz gefördert werden, ohne dabei die Risiken digitaler Medien zu ignorieren. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück