# EU beschließt erstmals einjährige Verlängerung der Russland-Sanktionen Datum: 19.06.2026 05:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/eu-beschliesst-erstmals-einjaehrige-verlaengerung-der-russland-sanktionen-723957/ --- Die Europäische Union hat ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland erstmals für einen Zeitraum von zwölf Monaten verlängert. Möglich wurde dies durch den Regierungswechsel in Ungarn, der eine einstimmige Entscheidung zur Verlängerung erlaubte. Parallel dazu bereitet die EU weitere Strafmaßnahmen vor, um den Druck auf Russland zu erhöhen und dessen Kriegswirtschaft zu schwächen. ## Einjährige Verlängerung der Russland-Sanktionen Bisher mussten die Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland alle sechs Monate einstimmig verlängert werden. Der Regierungswechsel in Ungarn machte nun eine einjährige Verlängerung möglich, da der neue Ministerpräsident Peter Magyar als russlandkritischer gilt als sein Vorgänger Viktor Orban, der eine einjährige Verlängerung stets blockiert hatte. Die Sanktionen der EU gegen Russland wurden aufgrund des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängt und umfassen Beschränkungen im Handel, Finanzwesen, Energiesektor, in der Industrie, im Verkehrswesen und bei Luxusgütern. Ein Verbot der Einfuhr von russischem Rohöl auf dem Seeweg und die Abkopplung mehrerer russischer Banken vom Finanzkommunikationssystem Swift sind Teil der Maßnahmen. Der Gesetzestext zur Verlängerung der Sanktionen soll in den kommenden Wochen vom Ministerrat beschlossen werden, was als Formalie gilt. ### Geplante Verschärfung des Sanktionsregimes Zusätzlich plant die EU neue Sanktionen, um den Druck auf Russland weiter zu erhöhen. In einer Gipfelerklärung wurde betont, dass die russische Kriegswirtschaft weiter geschwächt werden soll, um Russland zu Friedensverhandlungen zu bewegen. Dazu sollen unter anderem die russischen Energieeinnahmen weiter verringert und die Aktivitäten der russischen Schattenflotte eingedämmt werden. ### Vorbehalte aus Bulgarien Allerdings kündigte Bulgariens neuer Regierungschef Rumen Radew an, Teile des geplanten Sanktionspakets abzulehnen, um die bulgarische Wirtschaft zu schützen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück