# Erzeugerpreise steigen im Juli auf 3,0 Prozent Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-20T08:42:19+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-20T08:42:23+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/erzeugerpreise-steigen-im-juli-auf-30-prozent-745374/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland sind im Juli 2026 um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Gegenüber Juni 2026 lag der Anstieg bei 1,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. ## Starker Anstieg bei Energie und Vorleistungsgütern Treiber des Anstiegs waren vor allem Vorleistungsgüter mit plus 5,4 Prozent und Energie mit plus 3,8 Prozent gegenüber Juli 2025. Auch Investitionsgüter (+2,3 Prozent) und Gebrauchsgüter (+2,0 Prozent) wurden teurer. Verbrauchsgüter verbilligten sich dagegen um 2,3 Prozent. Ohne Energie stiegen die Erzeugerpreise um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. ### Energiepreise durch Nahost-Konflikt getrieben Energiepreise stiegen gegenüber Juni 2026 um 3,4 Prozent. Besonders stark zulegten Mineralölerzeugnisse mit plus 31,4 Prozent gegenüber Juli 2025 – bedingt durch Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten. Rohbenzin (Naphtha) verteuerte sich um 34,6 Prozent, leichtes Heizöl um 52,0 Prozent und Kraftstoffe um 29,4 Prozent. Erdgas wurde um 1,6 Prozent teurer, während Strom um 1,6 Prozent und Fernwärme um 0,7 Prozent günstiger wurden. Vorleistungsgüter stiegen um 5,4 Prozent, wobei Metalle mit plus 12,6 Prozent besonders stark zulegten. Edelmetalle verteuerten sich um 31,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sanken aber um 8,5 Prozent gegenüber Juni 2026. Kupfer und Halbzeug daraus kosteten 28,7 Prozent mehr, Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen 4,5 Prozent mehr – Betonstahl allein 5,8 Prozent mehr. Chemische Grundstoffe stiegen um 11,5 Prozent, Düngemittel um 13,8 Prozent. Holz und Holzprodukte wurden um 6,6 Prozent teurer, darunter Nadelschnittholz (+7,7 Prozent) und Laubschnittholz (+2,3 Prozent). Pellets, Briketts und Scheiten stiegen um 33,3 Prozent. Glas und Glaswaren verteuerten sich um 1,4 Prozent, wobei veredeltes Flachglas um 4,1 Prozent zulegte, Hohlglas aber um 0,1 Prozent sank. Investitionsgüter stiegen um 2,3 Prozent, wobei Maschinen und Kraftwagen jeweils 2,0 Prozent teurer wurden. Gebrauchsgüter legten um 2,0 Prozent zu. Verbrauchsgüter sanken dagegen um 2,3 Prozent, Nahrungsmittel insgesamt um 4,6 Prozent. Besonders stark verbilligten sich Butter (-41,4 Prozent), Schweinefleisch (-22,2 Prozent) und Rindfleisch (-6,8 Prozent). Pflanzliche Öle (+12,5 Prozent) und Zucker (+5,1 Prozent) wurden hingegen teurer. Auch Papier, Pappe und Futtermittel für Nutztiere wurden günstiger. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück