# Eralp räumt Fehler in der Berliner Linken ein Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-01T16:42:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-01T16:42:10+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/eralp-raeumt-fehler-in-der-berliner-linken-ein-762082/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat Fehler in ihrer eigenen Partei eingeräumt. Die derzeitigen Angriffe gegen die Linke wegen Antisemitismusvorwürfen und Clankontakten seien zwar von einer „zerstörerischen Dimension“. Aber all das könne „nicht zuschütten, dass in meiner Partei auch Fehler gemacht wurden“. ## Eralp zu Antisemitismus und Clankontakten Auf die Frage, welche Botschaften sie beim Thema Antisemitismus und Clankontakte an die möglichen Koalitionspartner Grüne und SPD senden wolle, sagte Eralp dem "Spiegel": "Mir geht es erst mal nicht darum, den anderen etwas zu versichern, sondern dass wir unsere eigenen Hausaufgaben machen." ### Eralp wehrt sich gegen Vorwürfe Zugleich wehrte sich Eralp gegen Attacken des politischen Gegners. Niemand dürfe sie eine Antisemitin nennen. "Ich habe weder jemals in meinem Leben etwas Antisemitisches gesagt noch getan", sagte die Linkenpolitikerin. Nach dem Erfolg der Linken bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus habe sie kaum Zeit gehabt, ihren Wahlsieg zu feiern: "Sonntag durfte ich mich freuen, und am Montag musste ich dann lesen, was Sonntag alles noch so passiert ist", so Eralp mit Blick auf Berichte über Clankontakte in ihrer Partei und Fotos von Parteifreunden neben Ibrahim Ibrahim. Über Ibrahim sagte Eralp, die Regierende Bürgermeisterin werden will: „Ich habe mit so jemandem nichts zu tun.“ Der frühere Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sieht derweil auch nach dem Rückzug von Ferat Kocak aus dem Innenausschuss des Bundestages noch Diskussionsbedarf. „Ich erwarte, dass Ferat Kocak alles restlos aufklärt“, sagte Bartsch dem „Stern“. „Das ist schon alles dubios.“ Auf die Frage, ob er die Entscheidung des wegen möglicher Kontakte ins Clan-Milieu in der Kritik stehenden Kocak für richtig halte, sagte Bartsch dem „Stern“: „Zunächst ja.“ Er fügte aber hinzu: „Wir werden in der Fraktion darüber reden müssen.“ Bartsch trat zugleich den Antisemitismusvorwürfen gegen seine Partei entgegen. Man müsse die Ängste vieler Juden ernst nehmen, sagte er. Die Linke sei aber keine antisemitische Partei. Er selbst wäre niemals in einer antisemitischen Partei, auch nicht Gregor Gysi, Bodo Ramelow oder Petra Pau. Bartsch stärkte auch Eralp den Rücken. Er stelle sich eindeutig vor die Spitzenkandidatin und vor die Landesvorsitzenden, die sich sehr klar gegen Antisemitismus positioniert hätten, sagte er dem "Stern". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück