# Er kündigte an, eine Kandidatin der politischen Mitte vorzuschlagen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-03T11:46:40+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-03T11:46:40+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/er-kuendigte-an-eine-kandidatin-der-politischen-mitte-vorzuschlagen-773865/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Kanzler Merz setzt auf eine Frau als Steinmeier-Nachfolgerin – CDU pocht auf Vorschlagsrecht. Bundeskanzler Friedrich Merz hat in der Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erstmals eine klare Richtung vorgegeben. Wie der Tagesspiegel und die Tagesschau berichten, erklärte Merz bei einer nicht-öffentlichen CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin, er werde der Partei eine gemeinsame Kandidatin vorschlagen. „Ich bin festgelegt in der Frage, dass es eine Frau werden muss“, zitieren beide Medien Teilnehmer der Sitzung. Merz betonte zudem, es solle eine „Kandidatin der politischen Mitte“ sein. Bisher hatte sich der Kanzler in der Frage bedeckt gehalten, obwohl er bereits früher Sympathien für eine Frau im Amt bekundet hatte. ## Verlierer des Wahlabends Die CSU hat unterdessen die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner als mögliche Kandidatin ins Spiel gebracht und dafür auch Unterstützung aus den Reihen der SPD und der Grünen erhalten. Merz pocht jedoch darauf, dass das Vorschlagsrecht bei der CDU als stärkster Kraft in der Bundesversammlung liege, wie die Tagesschau berichtet. Die Bundesversammlung, die am 30. Januar über die Nachfolge entscheidet, setzt sich aus den 630 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Wahlleuten der Länder zusammen. ### CDU diskutiert mehrere Frauen als Bundespräsidentin Aus der CDU werden mehrere Namen als mögliche Kandidatinnen genannt: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien, die frühere Parteichefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sowie die hessische Fraktionsvorsitzende Ines Claus. Die Welt erwähnt zudem, dass Merz bis zum CDU-Präsidium am 9. November Gespräche mit den CDU-Landesvorsitzenden, den Ministerpräsidenten und Mitgliedern des CDU-Präsidiums sowie der CSU führen will. Ziel sei eine möglichst breite Unterstützung für die Kandidatin in der Bundesversammlung. ### Union und SPD sichern Mehrheit für Kandidatin Union und SPD verfügen in der Bundesversammlung gemeinsam über eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen. Merz plant, nach der Präsidiumssitzung die Gespräche auch auf den Koalitionspartner SPD und die Grünen auszuweiten, um eine breite Basis für die Kandidatin zu schaffen. Bisher im Gespräch gewesene männliche Kandidaten wie Hessens Ministerpräsident Boris Rhein oder der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht Udo di Fabio dürften nach der Festlegung auf eine Frau nun keine Chance mehr haben. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück