# Endspurt beim „Haus am Schölerberg 2.0“: Rück-Umzugstermin im Juni 2026 steht Datum: 17.02.2026 16:00 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/endspurt-beim-haus-am-schoelerberg-2-0-rueck-umzugstermin-im-juni-2026-steht-683965/ --- Am früheren Standort „Haus am Schölerberg“ entsteht derzeit eine Einrichtung für Menschen mit seelischen Behinderungen – nach neuestem Stand der Umwelttechnik und den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention. ## Hoffnung nach Abriss vom „Haus am Schölerberg“ Auch wenn derzeit noch reichlich Matsch und Pfützen ringsum vor tieferen Einblicken ins Gebäude schützen, so zeigen aktuelle Luftbilder allemal, wie rasant sich die mehrgeschossige AWO-Einrichtung zur Eingliederungshilfe bislang entwickelt hat. Als vor rund drei Jahren das bis dato abgängige „Haus am Schölerberg“ an gleicher Stelle abgerissen und zum Übergang eine zweckmäßig hergerichtete Klinik in Georgsmarienhütte bezogen wurde, war die Vorfreude angesichts der bevorstehenden Wartezeit möglicherweise noch gedämpft. Nun aber, mit freiem Blick auf die tatsächlichen Ausmaße und die besondere Architektur der künftigen Anlage, wächst auch die Begeisterung bei allen Beteiligten. ### Erweiterungen zu erwarten Diese besteht nicht nur aus einem Wohngebäude mit barrierearmen Einzelappartements und Balkonen. Es gibt hier große Gemeinschaftsbereiche, moderne und neu gedachte Räumlichkeiten auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nicht zuletzt ein zweites, angeschlossenes Gebäude – das künftige „Kompetenzzentrum“ mit zahlreichen Optionen für tages- und lebensstrukturierende Maßnahmen. Die mehrgeschossigen Gebäude selbst werden nahezu in Passivhausstandard (KfW 40 NH) gebaut, auf eine fossile Energieversorgung wird verzichtet. Clou ist ein mit 15 Metern Durchmesser und vier Metern Tiefe riesiger Eisspeicher im Erdreich, der in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen und Luft-/Solarkollektoren den Kälte-Wärme-Haushalt regulieren wird. „Wohin die gute Reise gehen wird, lässt sich beispielhaft hervorragend an unserer deutlich kleineren Wohnanlage in Sutthausen mit ebenfalls zwei Gebäuden ablesen“, so Christoph Fehringer (kaufmännischer Vorstand der AWO Weser-Ems) über die 2019 fertiggestellte Einrichtung. „Auch wenn sich durch den Paradigmenwechsel in der UN-Behindertenrechtskonvention und aufgrund der Optimierungen im SGB IX die Aufgaben für uns deutlich verändern, bleiben wir mit unserer trialogischen Ausrichtung weiterhin auf Kurs und gestalten diesen Wandel gerne mit.“ ### Freude über Umzug im Juni „Haus am Schölerberg 2.0“ Janne Koch, Trialog-Geschäftsbereichsleiterin, ist regelmäßig vor Ort, steckt mit dem Projektteam voller interner und externer Expertise derzeit alle finalen Optionen zu künftigen Abläufen und Rahmenbedingungen ab, insbesondere aber zum voraussichtlich dreitägigen Komplettbezug. „Der angepeilte Umzugstermin im Juni 2026 steht“, sagt Koch, „und was Klient*innen und Mitarbeiter*innen dann erwartet, ist ein enormes Upgrade zur früheren Einrichtung und der aktuellen Interimsheimat – gewissermaßen das ‚Haus am Schölerberg 2.0‘.“ Vor Ort wird dann eine mehr als nur zeitgemäße Assistenzleistung möglich sein, die den Standards der fachpolitischen Grundpositionen der UN-Behindertenrechtskonvention allemal entsprechen. Diese stehen für eine gesellschaftlich verankerte Ethik des wechselseitigen Respekts, der Achtung von Verschiedenheit und der solidarischen Hilfe. Hilfe zur Selbsthilfe im besten und selbstbestimmten Sinne – und dann auch in einem Umfeld, das dies alles ermöglicht. „Natürlich ist so ein Umzug in eine Zwischenlösung immer mit individuell nötigen Anpassungen verbunden, das alte Klinikgebäude in Georgsmarienhütte ist sicherlich nicht optimal für unsere Bedarfe nutzbar“, sagt Janne Koch, „dennoch sind wir dankbar, dass wir diese Interimsbleibe nutzen konnten und sehnen nun den finalen Umzug herbei. Dafür arbeiten wir auch weiterhin eng und fokussiert mit den zuständigen Behörden zusammen.“ ### Trialog-Wohnanlagen zur Eingliederungshilfe Bei den Trialog-Wohnanlagen handelt es sich nicht etwa um stationäre psychiatrische Pflegekliniken, sondern um Eingliederungshilfen. Hier befinden sich Menschen, die sich bewusst und im Austausch mit ihren Angehörigen und Leistungsträgern dazu entschlossen haben, einen Individualweg in Gemeinschaft zu beschreiten. Auftrag ist die Assistenz dieser Klientinnen, Klienten, Auftraggeber der jeweilige Kostenträger der individuellen Eingliederungshilfe. Sie werden mit sozialen Dienstleistungen und Fachwissen in der Eingliederungshilfe also unterstützt – nicht jedoch beaufsichtigt oder gar fremdbestimmt. „Und diese international anerkannten Vorgaben zur Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion halten wir für richtig und wichtig“, sagt Koch. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück