# Einigung auf Tankrabatt und Spritpreisdeckel Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-18T21:16:55+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-18T21:16:55+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/einigung-auf-tankrabatt-und-spritpreisdeckel-757469/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Bundesregierung und Länder planen Entlastungen für Autofahrer Die Bundesregierung hat sich mit den Ländern auf ein Paket zur Entlastung der Bürger bei den hohen Spritpreisen geeinigt. Wie der Spiegel berichtet, soll dabei der Tankrabatt wiederbelebt werden, der bereits im Mai und Juni 2026 für eine Senkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter sorgte. Zusätzlich wird ein Spritpreisdeckel diskutiert, der sich an Modellen aus Luxemburg und Belgien orientieren könnte. Die genauen Modalitäten, insbesondere die Frage, ob der Staat oder die Tankstellen die Differenz zum Marktpreis tragen, sind jedoch noch offen. Sollten Tankstellenbetreiber den Sprit nicht kostendeckend verkaufen können, könnten Versorgungsengpässe die Folge sein, warnt der Spiegel. Alternativ könnte der Staat die Kosten übernehmen, was die Steuerzahler belasten würde. ## Tankrabatt soll Spritpreise um 17 Cent senken Nach Informationen des Merkur soll der Tankrabatt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 17 Cent senken, wobei die Länder sich finanziell beteiligen sollen. Die Einführung eines Spritpreisdeckels ist ebenfalls geplant, doch der genaue Zeitpunkt und die Ausgestaltung sind noch unklar. Die Bundesregierung hatte zuvor Gespräche mit den Ländern geführt, um die Maßnahmen abzustimmen. Die hohen Spritpreise werden vor allem auf die Spannungen im Nahen Osten zurückgeführt, die die Ölpreise in die Höhe treiben. ### Länder blockieren Finanzierung des Tankrabatts Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass der Bund für den 17-Cent-Rabatt monatlich 800 Millionen Euro einplanen müsste, wobei die Länder diesmal 50 Prozent der Kosten übernehmen sollen. Dies stößt jedoch auf Widerstand bei den Ländern. Zudem wird diskutiert, ob eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent eine Alternative darstellen könnte. Diese Maßnahme würde jedoch vor allem Verbraucher entlasten, während Unternehmen wie Speditionen kaum profitieren, da sie die Mehrwertsteuer als Vorsteuer abziehen können. ### Bund will Übergewinnsteuer auf Mineralölkonzerne Die Bundesregierung plant zudem, auf europäischer Ebene Druck für eine Übergewinnsteuer auf Mineralölkonzerne auszuüben, um die Entlastungen zu finanzieren. Eine solche Steuer war bereits während der Energiekrise 2022 und 2023 im Gespräch, konnte sich aber bisher nicht durchsetzen. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) will die Bemühungen nun fortsetzen, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. ### Diesel und Benzin erreichen Rekordpreise Die aktuellen Rekordpreise für Kraftstoffe belasten viele Haushalte. Ein Liter Diesel kostete laut ADAC am Donnerstag im bundesweiten Durchschnitt 2,471 Euro, während Super E10 minimal auf 2,308 Euro sank. Die Bundesregierung betont, dass Handlungsbedarf bestehe, um die Belastung für die Bürger zu verringern. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück