Freudentag in Gesmold: In Anwesenheit von rund 50 geladenen Gästen hat Bürgermeisterin Jutta Dettmann die grundlegend sanierte Sporthalle offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Nach einer intensiven Planungs- und Bauphase steht das Gebäude nun wieder für den Schulsport, für den Vereinssport und für weitere Nutzungen wie die Winterkonzerte der Blaskapelle zur Verfügung – energetisch modernisiert, funktional erweitert und nachhaltig ertüchtigt. Die Kosten für die Umsetzung der Maßnahme beliefen sich auf rund 5,47 Millionen Euro, einschließlich einer Förderung in Höhe von gut 1 Million Euro.
Turnhalle energetisch neu saniert
„Die Halle ist kaum wiederzuerkennen. Alles sieht sehr hell und freundlich aus“, freute sich Jutta Dettmann zu Beginn ihrer Ansprache. Die Bürgermeisterin wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Baumaßnahme aufgrund eines erheblichen baulichen und energetischen Sanierungsbedarfs notwendig geworden war. Insbesondere der Eintritt von Feuchtigkeit habe in der Vergangenheit zu funktionellen Einschränkungen im Hallenbetrieb geführt – und darüber hinaus habe das Gebäude einen sehr hohen Energieverbrauch aufgewiesen, insbesondere im Bereich der Beheizung.
„Bei der Umsetzung wurde bewusst auf einen Neubau verzichtet, der rund 6,3 Millionen Euro gekostet hätte“, berichtete die Bürgermeisterin. Stattdessen sei der bestehende Baukörper umfassend worden. Zu den zentralen Maßnahmen hätten unter anderem die energetische Ertüchtigung durch Dämmmaßnahmen, den Austausch von Fenstern, die Installation moderner Lüftungstechnik sowie den Einsatz einer Wärmepumpe gehört. Ergänzend dazu seien eine Photovoltaikanlage installiert, die Barrierefreiheit hergestellt, die Halle an aktuelle Brandschutzanforderungen angepasst und die Außenanlagen grundlegend überarbeitet worden. Funktionale Erweiterungen, so Jutta Dettmann weiter, verbesserten künftig die Nutzbarkeit sowohl für den Sportbetrieb als auch für Veranstaltungen. Und zusätzliche Trennvorhänge ermöglichten eine flexible Dreiteilung der Halle, von der insbesondere kleinere Trainingsgruppen profitieren.
Bürgermeisterin dankt Helferinnen und Helfern zur Erhaltung des Sportbetriebs
In diesem Zusammenhang dankte Bürgermeisterin Jutta Dettmann ausdrücklich den politischen Gremien für die intensiven Beratungen und die getroffenen Beschlüsse sowie dem städtischen Gebäudemanagement, dem Bauamt, dem Amt für Familie, Bildung und Sport, dem Tiefbauamt dem Umweltamt, dem SV Viktoria, der Blaskapelle, den Pfadfindern, der Schule und dem Hausmeister für die engagierte Begleitung des Projekts. Ebenso richtete sie ihren Dank an die beteiligten Planer und an die bauausführenden Firmen, die maßgeblich zum Gelingen der Sanierung beigetragen hätten.
„Gut ein Jahr Bauzeit bedeuteten auch gut ein Jahr lang keinen Sportbetrieb und gut ein Jahr lang keine Winterkonzerte der Blaskapelle Gesmold“, sagte Jutta Dettmann weiter. Trotzdem habe Sportbetrieb für den SV Viktoria Gesmold durch die Nutzung alternativer Sportstätten sichergestellt werden können. Der Dank der Bürgermeisterin galt an dieser Stelle dem SC Melle 03, dem TV Wellingholzhausen, dem TSV Westerhausen-Föckinghausen und dem TuS Borgloh für die Bereitstellung der notwendigen Hallenkapazitäten. „Hier zeigte sich das gute Miteinander der großen Sportfamilie“, so die Rednerin. Worte des Dankes fand sie ferner für die Firma Weßler, die ihre große Halle gleich zwei Mal für die Durchführung der Winterkonzerte der Blaskapelle zur Verfügung stellte.
Sanierung soll Gemeinschaft und Zukunftsorientierung stärken
Auch die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Sport und ehrenamtliches Engagement, Susanne Unterstall, ergriff das Wort. „Heute ist ein besonderer Tag für den Stadtteil Gesmold und für alle, die sich dem Sport verbunden fühlen. Die Wiedereröffnung dieser renovierten Sporthalle ist weit mehr als die Fertigstellung eines Bauprojektes – sie ist ein sichtbares Zeichen für Gemeinschaft, Engagement und Zukunftsorientierung.“
„Die neue Sporthalle trägt ihren Namen zu Recht“, befand der Vorsitzende des Ausschusses für Gebäudemanagement, Andreas Timpe, der nicht nur die multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten der Halle nach der Sanierung, sonder einen weiteren wichtigen Aspekt hervorhob: Bereits vorhandene tragende Bauteile wie Fundamente, Stützen, Dachkonstruktion und Mauerwerk konnten erhalten und weiterverwendet werden. „Diese sogenannte ,graue Energie‘ trägt wesentlich zur Einsparung von CO₂-Emissionen bei“, unterstrich der Redner.
SV Viktoria Gesmold zeigt sich über Sanierung erfreut
Für den SV Viktoria Gesmold entbot Sportwart Florian Brune ein Grußwort. „Tolle Halle, tolles Ergebnis – eine zukunftsfähige Halle“, fand der Redner anerkennende Worte, der allen Projektebeteiligten im Namen des Sportvereins ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit während der Planungs- und Umsetzungsphase aussprach. Einen besonderen Dank richtete Florian Brune abschließend an die befreundeten Sportvereine für die Bereitstellung der Hallenkapazitäten, um den Sport- und Trainingsbetrieb für den SV Viktoria während der Sanierungsphase aufrechterhalten zu können: „Das hat super funktioniert. Im Fall des Falles seid Ihr bei uns genauso herzlich willkommen, wie wir es bei Euch waren.“
Abschließender Rundgang lädt Austausch der Teilnehmenden ein
„Wir haben lange gerungen, wie es werden sollte – und deshalb freuen wir uns jetzt, dass wir so eine schöne Sporthalle bekommen haben“, hob Ortsbürgermeister Michael Weßler hervor. Er zeigte sich erfreut darüber, in einem gedeihlichen Miteinander eine „vernünftige Lösung“ gefunden zu haben, „die einen optimalen Rahmen für den Vereinssport, für den Schulsport und für gesellschaftliche Veranstaltungen bietet“. Michael Weßlers Wunsch war es, dass das sanierte Gebäude mit viel Sport und mit viel Leben erfüllt werden möge. Und zwar mit dem Ziel, „die Lust am Sport zu fördern“.
Im Anschluss an den offiziellen Teil verschafften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einweihungsfeier bei einem gemeinsamen Rundgang einen umfassenden Eindruck von der modernisierten Sporthalle. Der Leiter des Gebäudemanagements, Guido Kunze, erläuterte dabei anschaulich die wesentlichen baulichen und technischen Neuerungen und stellte die einzelnen Bereiche der Halle vor. Dabei wurde deutlich, mit wie viel Sorgfalt und Weitblick die Sanierung umgesetzt worden ist. In zahlreichen Gesprächen nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch und ließen die Veranstaltung in angenehmer Atmosphäre ausklingen.
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