# Ebola-Ausbruch im Kongo: Über 10.000 Fälle bestätigt Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-27T12:47:16+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-27T12:47:16+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/ebola-ausbruch-im-kongo-ueber-10-000-faelle-bestaetigt-771353/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Schnellste Verbreitung der Geschichte – auch Kenia und Nigeria betroffen In der Demokratischen Republik Kongo hat sich die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle auf 10.060 erhöht, wie die Gesundheitsbehörden des Landes mitteilen. Seit dem Bekanntwerden des Ausbruchs Mitte Mai sind demnach 4.887 Menschen an der Infektionskrankheit gestorben. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC bezeichnet dies als den am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte, wie sowohl die Tagesschau als auch die Süddeutsche Zeitung berichten. Das Virus wird durch Körperkontakt und Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hoch ansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. ## Neue Ebola-Fälle in Kenia und Nigeria Auch in anderen afrikanischen Ländern wurden Fälle der hochansteckenden Bundibugyo-Variante des Virus bestätigt. In Kenia gab es laut Tagesschau und Süddeutscher Zeitung neun Infektionen, darunter zwei Todesfälle, nachdem ein Patient aus dem Kongo über Uganda eingereist war. In Nigeria wurde ein erster Fall gemeldet, bei dem eine 42-jährige Frau nach einer Reise nach Uganda erkrankte. Der Spiegel berichtet, dass die Patientin mit einem Spezialflugzeug in die Schweiz ausgeflogen wurde. Ihr Zustand habe sich verbessert, doch wo sie sich angesteckt hat, ist noch unklar. Während die Tagesschau und die Süddeutsche Zeitung von einer Reise nach Uganda berichten, geben ugandische Behörden an, die Frau sei in Kongo gewesen. ### Kein Impfstoff gegen Bundibugyo-Ebola Besonders problematisch ist, dass es für den Bundibugyo-Typ des Ebola-Virus bisher weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Dies erschwert die Eindämmung des Ausbruchs, wie beide Quellen übereinstimmend betonen. Seit Juli werden jedoch zwei antivirale Therapieverfahren klinisch getestet. Zudem wird untersucht, ob der bereits zugelassene Ebola-Impfstoff Ervebo auch vor dem Bundibugyo-Typ schützt. Ervebo ist bisher nur für den Einsatz bei Ausbrüchen des Typs Ebola-Viruskrankheit (früher Zaire-Ebolavirus) zugelassen. ### WHO fordert mehr Eigenständigkeit Afrikas Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor den Folgen des Ausbruchs. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte Partner auf, die Maßnahmen der kongolesischen Regierung schneller zu finanzieren, wie die Tagesschau berichtet. Die Süddeutsche Zeitung zitiert Afrikas obersten Gesundheitspolitiker, der betont, dass der Kontinent unabhängig von Medikamenten aus dem Ausland werden müsse, um solche Krisen künftig besser zu bewältigen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück