# Ebola-Ausbruch im Kongo droht ohne Hilfe tödlichster zu werden Datum: 26.05.2026 16:59 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ebola-ausbruch-im-kongo-droht-ohne-hilfe-toedlichster-zu-werden-716206/ --- Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) warnt, dass der aktuelle Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ohne sofortige internationale Unterstützung zum tödlichsten Ausbruch aller Zeiten werden könnte. Anhaltende Konflikte, Vertreibung und drastische globale Hilfskürzungen verschärfen nach Angaben der Organisation die Lage und schwächen die Gesundheitssysteme in der Region. ## „Warnsignale stehen auf Rot“ Die auf Anregung von Albert Einstein gegründete Hilfsorganisation berichtete am Dienstag, der Ebola-Ausbruch breite sich schneller aus als die Reaktionsmaßnahmen. Anhaltende Konflikte und Vertreibung beschleunigten das Risiko einer regionalen Ausbreitung. Drastische globale Hilfskürzungen hätten zudem die Gesundheitssysteme und die Ausbruchsvorsorge im Osten der Demokratischen Republik Kongo geschwächt. „Die Warnsignale stehen auf Rot“, sagte Bob Kitchen, Vizepräsident für Notfalleinsätze bei IRC. „Der Osten der DRK bewältigt diesen Ausbruch in einem fragilen Zustand – mit weniger Ressourcen als während des Ausbruchs 2018-2020, der über 2.000 Menschen das Leben kostete. Zunehmende Gewalt und Hilfskürzungen haben die Schutzmaßnahmen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt demontiert. Die Lehre aus jedem früheren Ausbruch ist eindeutig: Verzögerungen kosten Leben“, so Kitchen. „Die Risiken wachsen, die Ressourcen schwinden – das ist die brutale Rechnung, mit der die globale Hilfe heute konfrontiert ist.“ (Quelle: IRC) ### Forderung nach besserer internationaler Koordinierung Zur Eindämmung des Ausbruchs fordert die Hilfsorganisation mehrere Maßnahmen. Laut IRC sollte ein UN-Koordinator durch das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ernannt werden, um die regionale Reaktion der Gesundheitsbehörde Africa CDC auf den Ausbruch zu unterstützen. Die Hindernisse für eine wirksame Hilfsreaktion müssten nach Darstellung des IRC beseitigt werden: Einfuhrbeschränkungen für Schutzausrüstung müssten sofort aufgehoben, die Akkreditierung von spezialisierten NGOs beschleunigt und humanitärer Zugang sowie Lieferung kritischer medizinischer Ausrüstung sichergestellt werden, fordert das IRC. ### Frauen und Mädchen besonders betroffen Die Hilfsorganisation betont, dass die Hilfsmittel für Gesundheitsversorgung, für die Überwachung des Virus und für Behandlungszentren sofort aufgestockt werden müssten. Frauen und Mädchen müssten in den Mittelpunkt der Reaktion gestellt werden, denn sie machen derzeit zwei Drittel der Verdachtsfälle aus. Außerdem fordert das IRC langfristige Investitionen in das Gesundheitssystem der DRK, um künftige Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und zu stoppen. Der aktuelle Ausbruch könne noch eingedämmt werden – aber nur, wenn Regierungen, Geberinstitutionen, UN-Organisationen und humanitäre Hilfsorganisationen dringend gemeinsam mit der Africa CDC handeln, um Ersthelfer und betroffene Gemeinden zu unterstützen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück