# E-Auto-Förderung: Über 100.000 Anträge in wenigen Wochen Datum: 05.08.2026 14:16 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/e-auto-foerderung-ueber-100-000-antraege-in-wenigen-wochen-739648/ --- Neues Förderprogramm erreicht vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen Seit dem Start der neuen E-Auto-Förderung am 19. Mai sind bereits über 100.000 Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen, wie das Bundesamt auf Anfrage mitteilte. Die Nachfrage ist damit deutlich höher als erwartet. Mehr als 90 Prozent der Anträge beziehen sich auf reine Elektroautos, der Rest auf Plug-in-Hybride oder Fahrzeuge mit Reichweitenverlängerern. ## E-Auto-Förderung bis zu 6.000 Euro möglich Das Programm ist mit drei Milliarden Euro ausgestattet und soll bis 2029 rund 800.000 Fahrzeuge fördern, wie das Bundesumweltministerium angibt. Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro für reine E-Autos und 1.500 Euro für förderfähige Hybride, wobei eine soziale Staffelung greift: Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 60.000 Euro erhalten einen Zuschlag von 1.000 Euro, bei maximal 45.000 Euro kommen weitere 1.000 Euro hinzu. Pro Kind unter 18 Jahren gibt es zusätzlich 500 Euro für maximal zwei Kinder. ### Förderung erreicht vor allem einkommensschwache Haushalte Im besten Fall summiert sich die Förderung für ein reines E-Auto damit auf 6.000 Euro. Förderberechtigt sind Privathaushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 80.000 Euro, bei Familien mit zwei oder mehr Kindern steigt die Grenze auf bis zu 90.000 Euro. Laut BAFA stammen rund drei Viertel aller Anträge aus Haushalten mit einem Einkommen bis 60.000 Euro, wobei knapp die Hälfte der Bewilligungen auf die unterste Einkommensklasse bis 45.000 Euro entfällt. Dies deutet darauf hin, dass das sozial gestaffelte Förderprogramm die gewünschte Zielgruppe erreicht, wie heise.de berichtet. ### Kritik an Hybrid-Förderung und E-Auto-Wertverlust Allerdings gibt es auch Kritik: Experten wie Martin Guss von chip.de bemängeln, dass die Förderung von Plug-in-Hybriden klimapolitisch fragwürdig sei, da diese im Alltag oft zu selten geladen werden. Zudem warnt der DAT-Chef vor einem Wertverlust bei gebrauchten E-Autos, der durch die Neuwagenförderung ausgelöst werden könnte. Die Bundesregierung plant unterdessen, die Förderung von Plug-in-Hybriden ab 2027 zu überprüfen, wie das Bundesumweltministerium ankündigte. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück