# Drogenfahnder kritisiert Cannabisgesetz Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-16T09:22:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-16T09:22:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/drogenfahnder-kritisiert-cannabisgesetz-743916/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Leiter der Drogenfahndung in Hannover, Ingo Hörmann, übt scharfe Kritik am Cannabisgesetz der Bundesregierung. Seit der Reform 2024 gebe es laut Hörmann erhebliche Probleme bei der Strafverfolgung. Selbst große Deals würden kaum noch Konsequenzen nach sich ziehen. ## Gesetzesänderung schwächt Strafverfolgung Ingo Hörmann, Leiter der Zentralen Ermittlungsgruppe Betäubungsmittel bei der Polizeiinspektion Hannover, ist „aber so, wie es umgesetzt wurde, kann es meiner Ansicht nach nicht funktionieren“, sagte er dem „Spiegel“. Er berichtet von erheblichen Problemen bei der Strafverfolgung: "Einige Leute haben wir allein dieses Jahr schon zehnmal beim Dealen erwischt und festgenommen. Und am nächsten Tag stehen sie wieder auf der Straße, als wäre nichts geschehen." Der Grund für die aktuellen Schwierigkeiten sei laut Hörmann die Gesetzesänderung von 2024. Seitdem hätten Dealer weniger strafrechtliche Konsequenzen zu fürchten. So habe man laut Hörmann selbst einen Händler mit 25 Kilogramm Cannabis (Straßenverkaufswert: 250.000 Euro) auf frischer Tat erwischt, aber wieder laufen lassen müssen. Ein U-Haft-Befehl sei seitens der zuständigen Staatsanwaltschaft nicht beantragt worden, so Hörmann. Er wünscht sich in solchen Fällen eine "nachhaltigere Ahndung". Auch die erlaubten Mengen hält Hörmann für zu hoch. 50 Gramm monatlich für Mitglieder ab 21 Jahren in Anbauvereinen reichten für etwa 150 Joints. "Das sind fünf Joints pro Tag", rechnet er vor. Wer so viel konsumiere, sei "durchgehend zugedröhnt und vermutlich schwer drogenabhängig". Hörmann betont, er sei kein grundsätzlicher Gegner einer Legalisierung. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück