# Drogenbeauftragter Streeck offen für legalisierten Mikrohandel in Konsumräumen Datum: 23.06.2026 11:59 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/drogenbeauftragter-streeck-offen-fuer-legalisierten-mikrohandel-in-konsumraeumen-724970/ --- Der steigende Konsum der Droge Crack in der Öffentlichkeit sorgt in deutschen Großstädten für zunehmende Spannungen und stellt die Drogenpolitik vor neue Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund sprechen sich die Oberbürgermeister von Köln und Dortmund dafür aus, die Weitergabe von Substanzen in Drogenkonsumräumen zu legalisieren, und erhalten Unterstützung von prominenten Gesundheitspolitikern. ## Debatte über Mikrohandel in Drogenkonsumräumen Die Oberbürgermeister von Köln und Dortmund wollen ermöglichen, dass in Drogenkonsumräumen künftig Substanzen legal weitergegeben werden dürfen. Hintergrund ist der steigende Crack-Konsum in der Öffentlichkeit, der die Kommunen vor wachsende Probleme stellt. Auch Bundesdrogenbeauftragter Hendrik Streeck (CDU) kann dem Vorstoß etwas abgewinnen. „Es ist klar, dass die Situation rund um schwere Suchterkrankungen in Großstädten sich nicht allein mit polizeilichen Maßnahmen lösen lässt“, sagte Streeck dem „Spiegel“. Sucht sei eine Erkrankung und es brauche Hilfen und Unterstützung, nicht nur Repression, so der Drogenbeauftragte. ### Schweizer Modell als Vorbild Streeck sieht das Konzept aus der Schweiz als gute Lösung auch für Deutschland. Modelle wie in Zürich könnten demnach erfolgreich sein, „wenn die Suchthilfen und Arbeit vor Ort auf der Straße massiv ausgebaut“ werde, sagte er dem „Spiegel“. Eine reine Tolerierung des Mikrohandels ohne weitere Maßnahmen führe hingegen „zum Verlust von Rechtsstaatlichkeit, Sicherheitsgefühl und Glaubwürdigkeit“. ### Unterstützung von Karl Lauterbach Auch ehemaliger Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) unterstützt den Vorstoß. „Dieser Weg ist umstritten, aber richtig“, sagte Lauterbach dem „Spiegel“. Die Abhängigkeit von Crack sei „viel gefährlicher als eine Heroinabhängigkeit“, betonte er. Zugleich machte Lauterbach deutlich, dass Konsum und Handel weiterhin verboten bleiben müssten. Es gehe darum, „einen so oder so stattfindenden Mikrohandel so zu kontrollieren, dass ein möglichst geringer Schaden für die Bevölkerung entstehe“, sagte Lauterbach dem „Spiegel“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück