# Dröge kritisiert Deutschlandticket-Preiserhöhung Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-01T16:03:09+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-01T16:03:13+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/droege-kritisiert-deutschlandticket-preiserhoehung-762075/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge wirft der Bundesregierung vor, die Preiserhöhung beim Deutschlandticket sei ungerecht. Der Bund gebe 2,5 Milliarden Euro für den Tankrabatt aus, nehme aber kein Geld in die Hand, um den Ticketpreis stabil zu halten. „Ich finde es eine absolute Unverschämtheit, den Bahnfahrern gegenüber“, sagte sie am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. ## Forderung nach Preisgarantie und Kritik an Klingbeil Das Deutschlandticket habe früher 49 Euro gekostet. "Das Deutschlandticket hat mal 49 Euro gekostet. Das wäre ein fairer Preis gewesen", erklärte Dröge. "Und das jetzt teurer zu machen und zu sagen, für die Autofahrer ist Geld da, das wird niemand verstehen." Sie fordert eine Preisgarantie, um Pendler und Arbeitgeber zu mehr Abos zu bewegen. Würde der Preis garantiert, würden sich ihrer Überzeugung nach mehr Menschen "für ein sehr cooles Ticket entscheiden". Mit mehr Abonnenten könnte der Preis sinken. ### Vorwurf falscher Argumente gegen direkte Auszahlungen Dröge wirft Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vor, eine direkte Auszahlung an Bürger mit falschen Argumenten abzulehnen. „Lars Klingbeil redet sich echt mit schlechten Ausreden raus, wenn er behauptet, das Geld könnte nicht ausgezahlt werden“. Der in der Ampelkoalition begonnene Auszahlmechanismus sei inzwischen fertig. „Er könnte genau diesen Weg jetzt nutzen. Er will es offensichtlich nicht“. ### Alternative Finanzierung über Übergewinnsteuer Statt Tankrabatt plädiert Dröge für pauschales Energiegeld auf Bürgerkonten, finanziert über eine Übergewinnsteuer. Beim Tankrabatt lande ein relevanter Anteil bei Mineralölkonzernen, und Haushalte mit größeren Autos profitierten am stärksten. "Wenn der Bund 2,5 Milliarden Euro ausgibt, dann sollte er es doch nicht so ausgeben, dass ausgerechnet die obersten zehn Prozent am meisten profitieren". An CDU und SPD gerichtet sagte sie: "Es ist einfach schlechte Politik, das muss ich ganz ehrlich sagen. Einfallslos. Ein schlechter Kompromiss und am Ende kein Mut, mal was Neues auszuprobieren." --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück