# DRK-Präsident fordert Milliarden-offensive für Zivil- und Bevölkerungsschutz Datum: 17.05.2026 14:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/drk-praesident-fordert-milliarden-offensive-fuer-zivil-und-bevoelkerungsschutz-713551/ --- Angesichts wachsender Sicherheitsrisiken fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) deutlich mehr Geld für den Zivil- und Bevölkerungsschutz in Deutschland. DRK-Präsident Herrmann Gröhe drängt auf zusätzliche Milliardenmittel bis 2027 und warnt vor gravierenden Lücken bei Ausrüstung und Vorbereitung für Krisen- und Kriegsszenarien. Auch andere Hilfsorganisationen verlangen eine "Zeitenwende" im Zivilschutz und sehen ohne massive Aufstockung der Mittel die Versorgung der Bevölkerung im Ernstfall in Gefahr. ## DRK verlangt Milliarden für Zivil- und Bevölkerungsschutz Herrmann Gröhe, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), fordert angesichts wachsender Sicherheitsrisiken zusätzliche Milliarden für den Zivil- und Bevölkerungsschutz in Deutschland. Gröhe sagte der „Süddeutschen Zeitung“, wenn die Bundesregierung mit einem Angriffsszenario auf die Nato 2029 rechne, müsse sie den Schutz der Bevölkerung erst recht heute angehen und nicht morgen. Fähigkeiten zum Zivilschutz, also auch für den Fall einer militärischen Auseinandersetzung, müssten daher in Deutschland mit hoher Geschwindigkeit aufgebaut werden. Der DRK-Präsident kritisierte, derzeit werde ehrenamtlichen Helfern teils Material zur Verfügung gestellt, mit dem schon ihre Großeltern gearbeitet hätten. „Das kann doch nicht wahr sein“, sagte Gröhe der „Süddeutschen Zeitung“. Die großen Hilfsorganisationen fordern eine „Zeitenwende“ im Zivilschutz. ### Forderung nach dauerhafter Vervierfachung der Mittel „Für den Kraftakt brauchen wir als Deutsches Rotes Kreuz zwei Milliarden Euro bis 2027“, sagte Gröhe der „Süddeutschen Zeitung“. Danach sei eine Milliarde Euro jährlich erforderlich. Das sei nicht wenig, räumte der DRK-Präsident ein, aber auch weit weniger als der für 2030 angestrebte Verteidigungshaushalt von 180 Milliarden Euro, wie er der „Süddeutschen Zeitung“ sagte. Ohne starke Hilfsorganisationen gebe es keinen wirksamen Bevölkerungsschutz in Deutschland, mahnte auch Oliver Meermann, Bundesvorstand der Johanniter-Unfallhilfe. Die jährlichen Mittel für die Hilfsorganisationen und ihre Partner müssten insgesamt dauerhaft auf etwa 2,6 Milliarden Euro jährlich vervierfacht werden, forderte auch Meermann laut „Süddeutscher Zeitung“. ### Orientierung an Ukraine und Warnung vor russischem Angriffsszenario Deutschland soll sich den Organisationen zufolge an der Ukraine orientieren. Das Land beweist laut Fachleuten auch wegen Schutzmechanismen im Landesinneren eine enorme Widerstandsfähigkeit, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. „Es gibt keine Gesamtverteidigung ohne Bevölkerungsschutz“, sagte Gröhe der Zeitung. Wenn Menschen in einer solchen Situation nicht versorgt werden könnten und nicht wüssten, was zu tun sei, falle ein Land schnell in sich zusammen. Die Bundeswehr geht nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ davon aus, dass Russland spätestens 2029 versuchen könnte, Nato-Gebiet zu testen. „Wenn wir uns nicht besser auf solche Krisen vorbereiten, lassen wir in diesem Land die Bevölkerung im Ernstfall im Stich“, mahnte Gröhe in der „Süddeutschen Zeitung“. Fließen sollte das geforderte Geld den Angaben zufolge etwa in den Rettungsdienst, in Infrastruktur wie mobile Unterkünfte oder in die zusätzliche Ausbildung von Pflegeunterstützungskräften und Ersthelfern. „Wir werden im Ernstfall viele helfende Hände brauchen“, sagte Gröhe der „Süddeutschen Zeitung“. „Die müssen wir jetzt ausbilden. Denn im Krisenfall ist es zu spät.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück