# Dritte Ofenlinie für Einäscherungen: Erweiterung des Osnabrücker Krematoriums Datum: 12.02.2026 11:16 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/dritte-ofenlinie-fuer-einaescherungen-erweiterung-des-osnabruecker-krematoriums-683100/ --- Die Zahl der Feuerbestattungen steigt seit Jahrzehnten stetig an. Während in den 1990er Jahren bundesweit etwa ein Drittel der Verstorbenen eingeäschert wurde, liegt dieser Anteil heute bei rund drei Viertel. Auch in Osnabrück ist dieser Trend deutlich spürbar. Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, wurde das Krematorium in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Mit dem Ausbau der Kühl- und Untersuchungsräume wurde bereits der Platz für eine dritte Ofenlinie mitgeplant. ## Teil der Daseinsfürsorge „Die Inbetriebnahme der dritten Ofenlinie zu Beginn dieses Jahres ist für das Osnabrücker Krematorium ein weiterer Schritt, um bestens für die Zukunft gerüstet zu sein,“ sagt Detlef Schnier, Leiter des Osnabrücker Servicebetriebs. „Diese Erweiterung ist ein wichtiger Baustein in der Daseinsfürsorge für Osnabrück und die Region. Sie stellt sicher, dass wir den steigenden Anforderungen gewachsen sind und zugleich unsere Position als kommunales Unternehmen stärken.“ Andrew McCulloch, Leiter des Osnabrücker Krematoriums, erklärt die neue Technik der 3. Ofenlinie. / Foto: Swaantje Hehmann Das Osnabrücker Krematorium bietet seit Jahren einen effizienten und zugleich pietätvollen Ablauf. „An fünf Tagen in der Woche wird von 5 bis 22 Uhr im Zweischichtbetrieb gearbeitet. Dadurch sind wir in der Lage, die Urne spätestens nach drei Tagen bereitzustellen. Die Abholung durch die Bestatter ist sogar rund um die Uhr über ein Schließfach am Eingang möglich“, erklärt Andrew McCulloch, Leiter des Osnabrücker Krematoriums. Neben der schnellen Bereitstellung der Urne legt das Krematorium großen Wert auf eine hohe Servicequalität für Bestattungsinstitute, bei gleichzeitiger Einhaltung von umfassenden Umweltstandards. ### Beständigkeit im Fokus Das 1936 errichtete Krematorium am Heger Friedhof steht mit seinem denkmalgeschützten Hauptgebäude aus Bruchsteinoptik nicht nur symbolisch, sondern auch technisch für Beständigkeit: „In den frühen 1990er Jahren wurden ein modernes Krematorium mit zeitgemäßer Filtertechnik und zwei neuen Ofenlinien hinzugefügt. 2008/2009 erfolgte eine Modernisierung zur Einhaltung gestiegener Umweltstandards,“ erläutert Eva Güse, Leiterin der Abteilung Friedhöfe und Bestattungswesen. Sie ergänzt: „Die dritte Ofenlinie, die nahtlos in die bestehende Gebäudekubatur integriert wurde, stärkt unsere Zuverlässigkeit und ermöglicht es, den wachsenden Zahlen von Einäscherungen gerecht zu werden. Aktuell führen wir über 6.000 Einäscherungen pro Jahr durch.“ Die Investition in die dritte Ofenlinie beläuft sich auf 1.688000 Euro netto. ### Regelmäßige Besichtigungen möglich Abschließend bietet Andrew McCulloch die Möglichkeit an, einen Einblick in die Abläufe und Räumlichkeiten des Krematoriums zu bekommen: „Wir laden Interessierte herzlich zu einer Besichtigung ein. Jeden zweiten Donnerstag im Monat um 13:30 Uhr finden Führungen statt. Für Gruppen sind auch individuelle Termine möglich. Vereinbarungen können telefonisch unter 0541-323-7900 oder per E-Mail getroffen werden.“ --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück