# DIW-Chef warnt vor Protektionismus und fordert Reformen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-21T01:42:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-21T01:42:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/diw-chef-warnt-vor-protektionismus-und-fordert-reformen-768736/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Zum Abschluss des Investitionsgipfels der Bundesregierung hat der DIW-Chef Marcel Fratzscher weitere Maßnahmen gefordert. Der Ökonom warnt zugleich vor deutschem Protektionismus und plädiert für bessere Rahmenbedingungen. ## Mehr Wettbewerb statt Privilegien Der "Invest in Germany Summit" und die staatlichen Bemühungen um mehr ausländische Investitionen seien gut und richtig, könnten aber nur ein erster Schritt sein, sagte Fratzscher dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochausgaben). Deutschland brauche bessere Rahmenbedingungen. Gleichzeitig müsse die Bundesregierung den Protektionismus zugunsten deutscher Unternehmen abbauen. Weniger Bürokratie müsse auch weniger Privilegien und mehr Wettbewerb für deutsche wie ausländische Unternehmen bedeuten. ### Europa als künftiger Wirtschaftsstandort Als Beispiele für bessere Rahmenbedingungen nannte Fratzscher mehr öffentliche Investitionen in Forschung, Innovation und Infrastruktur – und vor allem in ein stärkeres Europa. Der relevante Wirtschaftsstandort sei künftig nicht Deutschland, sondern Europa, erklärte der DIW-Chef. Es werde keine deutschen Champions geben, sondern europäische – oder keine, die global bestehen könnten. Dazu brauche es einen integrierten Binnenmarkt, eine Kapitalmarktunion und die Bankenunion. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück