# DIHK warnt: Iran-Waffenruhe ändert wenig an Lieferproblemen Datum: 09.04.2026 00:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dihk-warnt-iran-waffenruhe-aendert-wenig-an-lieferproblemen-700907/ --- Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnt trotz der Waffenruhe im Iran-Krieg vor anhaltenden Belastungen für deutsche Unternehmen. Vor allem Lieferkettenstörungen und hohe Energiepreise könnten der Wirtschaft längerfristig zu schaffen machen, wie eine laufende Umfrage der Auslandshandelskammern (AHKs) zeigt. ## Waffenruhe bringt nur begrenzte Entspannung DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier sieht die Entwicklung im Iran-Krieg nur teilweise positiv. „Es ist auch für die Wirtschaft eine Erleichterung, dass sich die Kriegsparteien auf eine Waffenruhe einigen konnten. Dennoch bleibt die Lage sehr angespannt“, sagte Treier der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). Nach seinen Angaben bestätigt eine aktuelle Erhebung die anhaltenden Risiken: „Das zeigt auch eine laufende Umfrage der Auslandshandelskammern (AHKs) an ihren Standorten in aller Welt, die wir als DIHK vorab ausgewertet haben: Danach sind rund 85 Prozent dieser mit Deutschland verbundenen Unternehmen direkt oder indirekt von den Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten betroffen“, sagte Treier. ### Störungen in Transportwegen und Energieinfrastruktur Der DIHK-Experte verweist insbesondere auf die Verwundbarkeit der globalen Logistik. „Selbst wenn die Straße von Hormus nun wieder geöffnet werden und offen bleiben sollte: Störungen in den Transportwegen und Schäden an den Energieinfrastrukturen wirken länger nach. Sie belasten die internationalen Logistikketten, und stellen damit auch für die deutsche Wirtschaft ein großes Problem dar. Unternehmen müssen sich auf ein längerfristig höheres Kostenniveau einrichten“, erklärte der DIHK-Experte. ### Hohe Kosten belasten deutsche Unternehmen Bereits vor der aktuellen Krise war das Kostenniveau in Deutschland laut DIHK hoch. Deutschland habe schon vor der Krise mit die höchsten Energiekosten weltweit gehabt. „Stark gestiegene Arbeitskosten und Rekordbelastungen bei Abgaben, Steuern und Bürokratie kommen noch hinzu. Deshalb erwarten wir von der Bundesregierung jetzt nicht nur pragmatische Krisenreaktionen, sondern endlich auch strukturelle Reformen, die unsere Wirtschaft in der Breite entlasten.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück