# DGB fordert verpflichtende, arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente für alle Datum: 07.06.2026 00:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dgb-fordert-verpflichtende-arbeitgeberfinanzierte-betriebsrente-fuer-alle-719976/ --- Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert im Rahmen der geplanten Rentenreform eine verpflichtende betriebliche Altersversorgung für alle Beschäftigten. Die Arbeitgeber sollen sich daran mindestens beteiligen, wie DGB-Chefin Yasmin Fahimi in einem Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) erläuterte. Konkrete Eckpunkte will der DGB noch im Laufe des Monats vorlegen. ## DGB fordert verpflichtende Betriebsrente DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi sprach sich in dem Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ dafür aus, die betriebliche Altersvorsorge deutlich auszuweiten. Der DGB sei dafür, „dass es eine verpflichtende betriebliche Alterssicherung für alle gibt, und zwar mit uns als Tarifvertragsparteien“, sagte Fahimi dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Diese Alterssicherung müsse zusätzlich sein und von den Arbeitgebern mindestens mitfinanziert werden. Nach Angaben von Fahimi verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland nicht über eine betriebliche Altersvorsorge. In der Regel sei dies der Fall, weil sie in Betrieben ohne Tarifbindung beschäftigt seien. „Wir stehen als Gewerkschaften bereit, das kollektiv für alle Beschäftigten zu regeln, und zwar auf der Basis von Tarifverträgen. Und bei jenen Unternehmen, die nicht tarifgebunden sind, wäre denkbar, die Beschäftigten unter bestimmten Bedingungen niederschwellig in die bestehenden Modelle aufzunehmen“, sagte sie dem RND. ### Arbeitgeber sollen stärker in die Pflicht Konkrete Eckpunkte für das Modell einer verpflichtenden betrieblichen Alterssicherung kündigte Fahimi für Ende des Monats an. Offen ließ sie, wer genau für die zusätzliche Altersvorsorge bezahlen soll. Klar sei jedoch, dass die Arbeitgeber stärker in die Pflicht genommen werden sollen. „Die betriebliche Altersvorsorge darf nicht einseitig zulasten der Arbeitnehmer gehen. Deswegen würde es auch nichts nützen, die Beschäftigten dazu einseitig zu verpflichten und sie in die Arme der Versicherungswirtschaft zu treiben“, sagte Fahimi dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. ### Reaktion auf erwartete Kritik Angesichts der angespannten Finanz- und Wirtschaftslage rechnet Fahimi mit deutlichem Widerspruch zu den DGB-Plänen. „Ich kann mir vorstellen, dass da der Aufschrei groß sein wird und die Kritik kommt, dass noch mehr Beiträge fällig werden“, sagte sie dem RND. Zugleich verwies sie auf die Situation in anderen europäischen Staaten: „Aber in den meisten Ländern Europas liege der verpflichtende Rentenbeitragssatz bei 20 Prozent oder mehr und damit deutlich über unseren Sätzen. Oft ist der Arbeitgeberanteil dabei sogar höher als das, was die Arbeitnehmer zahlen. Ganz irrsinnig kann dieser Ansatz also nicht sein“, sagte die DGB-Chefin dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück