# DGB-Chefin Fahimi warnt vor höherem Rentenalter und Reformen Datum: 23.06.2026 04:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dgb-chefin-fahimi-warnt-vor-hoeherem-rentenalter-und-reformen-724881/ --- Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, wendet sich gegen zentrale Empfehlungen der Regierungskommission zur Alterssicherung. Im Mittelpunkt ihrer Kritik stehen die vorgeschlagene Abschaffung der abschlagsfreien „Rente mit 63“ für besonders langjährig Versicherte sowie eine mögliche Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung. ## DGB-Chefin lehnt Abschaffung der Rente mit 63 ab DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi kritisiert in der „Bild“ die geplante Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 und eine Erhöhung des Renteneintrittsalters. Über die geforderte Abschaffung eines abschlagsfreien Renteneintritts für besonders langjährig Versicherte sagte Fahimi der „Bild“, es sei ein Fehler, wenn in dem Bericht der Alterssicherungskommission vorkomme, dass die Länge der Beitragsjahre keine Rolle beim Anspruch spiele. Das halte sie für einen Fehler, weil es nicht gerecht sei. Nach Angaben von Fahimi sei es heute bereits so, dass diejenigen, die die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nähmen, nicht nur 45, sondern im Durchschnitt 47 Jahre Beiträge gezahlt hätten. Die, die heute davon profitierten, hätten im Durchschnitt zehn Jahre länger eingezahlt und dürften dafür zwei Jahre früher gehen. Gegenüber der „Bild“ erklärte sie, sie finde das fair, und deswegen gehöre das nicht abgeschafft, sondern sei eine Frage der Gerechtigkeit. ### Warnung vor höherem Renteneintrittsalter Zur möglichen Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung, also zur sogenannten Rente mit 70, sagte Fahimi der „Bild“, die Diskussion um das Renteneintrittsalter sei nicht sachdienlich. Je höher das Renteneintrittsalter werde, desto größer werde die Gruppe werden, die es nicht schaffe. Man müsse insbesondere über diejenigen reden, die gesundheitlich eingeschränkt seien, die vielleicht nicht voll erwerbsunfähig und damit in der Erwerbsminderung seien – sondern die dazwischen. Fahimi betonte gegenüber der „Bild“, man müsse schauen, wie man die Leute überhaupt gesund oder jedenfalls einigermaßen arbeitsfähig in die Rente bringe. Zu sagen, dass die Menschen länger arbeiten müssten, weil die Rente sonst nicht finanzierbar sei, hält Fahimi laut „Bild“ für eine Legende, um den Leuten Angst zu machen und sie von Einschnitten zu überzeugen. ### Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz Yasmin Fahimi übte in der „Bild“ auch Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und verteidigte die Delegierten, die ihn beim DGB-Kongress im Mai ausgebuht hatten. Über Merz sagte sie der „Bild“, den Menschen einfach nur vor den Latz zu knallen, dass es zukünftig weniger geben werde und das ein Naturgesetz sei und sie Mathematik nicht verstanden hätten, sei „ehrlich gesagt auch ein ganz schön frecher Ausspruch“, bei dem man sich dann nicht wundern müsse, wenn es mal zwischendurch eine Reaktion aus dem Publikum gebe. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück