# Deutsche lehnen höhere Medikamentenzuzahlungen für Kassenpatienten klar ab Datum: 21.04.2026 00:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/deutsche-lehnen-hoehere-medikamentenzuzahlungen-fuer-kassenpatienten-klar-ab-704992/ --- Die gesetzlichen Krankenversicherungen steuern auf ein Milliardenloch zu, die Bundesregierung plant daher Einschnitte im Gesundheitssystem. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern" und RTL zeigt jedoch, dass eine große Mehrheit höhere Zuzahlungen für Medikamente ablehnt. Besonders umstritten sind Pläne, Kassenpatienten stärker finanziell zu belasten und Leistungen zu kürzen. ## Pläne der Bundesregierung für Einschnitte im Gesundheitswesen Die gesetzlichen Krankenversicherungen verzeichnen steigende Ausgaben und steuern nach Angaben der Bundesregierung auf ein Milliardenloch zu. Um die Ausgaben zu bremsen, plant die Bundesregierung Einschnitte im Gesundheitssystem. Vorgesehen sind Einsparungen bei Kliniken, Ärztehonoraren und Preisen für Arzneimittel. Zudem sind höhere Zuzahlungen bei Medikamenten für Kassenpatienten sowie die komplette Streichung von Leistungen wie etwa der Homöopathie vorgesehen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte vergangene Woche ihre Vorschläge für eine Reform des Gesundheitswesens vorgestellt und damit viel Widerspruch ausgelöst, auch innerhalb der Regierung. Laut Warkens Plänen sollen rund 20 Milliarden Euro durch Einsparungen und Mehreinnahmen zusammenkommen. Vor allem drei Punkte aus dem Programm stoßen auf Kritik: Kürzungen bei der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern, die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze um zusätzlich 300 Euro sowie die Tatsache, dass die kostenfreie Versicherung für Bürgergeldempfänger von den Beiträgen der gesetzlich Versicherten mitfinanziert werden und nicht aus dem Bundeshaushalt kommen soll. ### Mehrheit gegen höhere Zuzahlungen für Medikamente Doch die Bevölkerung bewertet zentrale Elemente der Reformpläne kritisch. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ und RTL finden es nur 23 Prozent der Deutschen richtig, wenn künftig Kassenpatienten mehr zahlen müssen. 75 Prozent lehnen dies ab, zwei Prozent antworteten mit: „weiß nicht“ (Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ und RTL). Die Mehrheit der Patienten empfindet es offenbar als unfair, dass sie in Zukunft für verschreibungspflichtige Medikamente in der Apotheke deutlich mehr zuzahlen sollen. Nach den Plänen sollen die Beiträge auf 7,50 Euro und bis maximal 15 Euro pro Packung steigen, bislang waren es 5 Euro bis 10 Euro. ### Widerstand auch im Lager der Regierungsanhänger Ablehnung zeigt sich auch unter den Anhängern der Regierungsparteien. Unter den Anhängern der SPD sprechen sich 71 Prozent gegen eine stärkere finanzielle Beteiligung von Kassenpatienten aus, bei den Anhängern der CDU/CSU sind es 61 Prozent (Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ und RTL). Am deutlichsten fällt die Kritik bei den Anhängern der Linken aus: 91 Prozent von ihnen sind dagegen, dass gesetzlich Versicherte tiefer in die Tasche für Medikamente greifen sollen (Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ und RTL). ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück