# Deutsche Exporte steigen im ersten Halbjahr 2026 Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-20T08:42:15+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-20T08:42:18+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/deutsche-exporte-steigen-im-ersten-halbjahr-2026-745370/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die deutschen Exporte sind im ersten Halbjahr 2026 um 3,9 Prozent auf 817,8 Milliarden Euro gestiegen. Die Importe stiegen um 4,7 Prozent auf 712,1 Milliarden Euro. Der Außenhandelssaldo sank leicht auf 105,7 Milliarden Euro. ## China bleibt wichtigster Handelspartner China war mit einem Umsatz von 125,5 Milliarden Euro (Exporte plus Importe) im ersten Halbjahr 2026 erneut Deutschlands wichtigster Handelspartner, gefolgt von den USA (123,7 Mrd. Euro) und den Niederlanden (109,3 Mrd. Euro). Die USA blieben das wichtigste Abnehmerland deutscher Exporte, doch die Ausfuhren dorthin sanken um 6,1 Prozent auf 73,1 Milliarden Euro. Besonders betroffen waren Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile mit einem Rückgang von 17,2 Prozent. Die ab April 2025 eingeführten hohen US-Einfuhrzölle für EU-Waren wirkten sich dabei nur teilweise auf den Vorjahresvergleich aus. ### Frankreich und Niederlande mit Exportzuwächsen Die Exporte nach Frankreich stiegen um 7,6 Prozent auf 63,2 Milliarden Euro, die in die Niederlande um 9,0 Prozent auf 60,5 Milliarden Euro. Nach China sanken die Ausfuhren dagegen um 12,2 Prozent auf 36,4 Milliarden Euro, wodurch das Land in der Rangfolge der wichtigsten Abnehmerländer auf Platz 9 zurückfiel. Die meisten Importe kamen aus China (89,1 Mrd. Euro, +8,8 %), den USA (50,6 Mrd. Euro, +7,0 %) und den Niederlanden (48,9 Mrd. Euro, +0,7 %). Während die Exporte nach China sanken, stiegen die Importe aus dem Land, wodurch sich der Importüberschuss von 40,5 auf 52,7 Milliarden Euro vergrößerte. Die höchsten Exportüberschüsse erzielte Deutschland im Handel mit Frankreich (25,7 Mrd. Euro), den USA (22,5 Mrd. Euro) und dem Vereinigten Königreich (22,3 Mrd. Euro). Im Vorjahreszeitraum hatten die USA mit 30,5 Milliarden Euro noch klar an der Spitze gelegen. Wichtigste Exportgüter waren Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile (124,7 Mrd. Euro, -5,8 %), Maschinen (107,7 Mrd. Euro, -0,9 %), Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse (73,1 Mrd. Euro, +9,5 %) sowie chemische Erzeugnisse (71,6 Mrd. Euro, +1,4 %). Bei den Importen führten Kraftwagen und Kraftwagenteile (77,1 Mrd. Euro, +3,7 %) sowie Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse (75,6 Mrd. Euro, +10,0 %). Der größte Exportüberschuss entfiel auf Maschinen (54,0 Mrd. Euro), gefolgt von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen (47,6 Mrd. Euro). Bei Erdöl und Erdgas sowie bei Erzeugnissen der Landwirtschaft gab es dagegen einen Importüberschuss von 35,5 bzw. 16,5 Milliarden Euro. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück