# Deutsche Autobauer dominieren EU-Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge Datum: 15.04.2026 07:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/deutsche-autobauer-dominieren-eu-markt-fuer-elektro-und-hybridfahrzeuge-703025/ --- Deutsche Autohersteller haben ihren Marktanteil bei E-Mobilität in Europa deutlich ausgebaut. Nach Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) entfiel 2025 jedes zweite in der EU neu zugelassene batterieelektrische Auto auf einen deutschen Hersteller. Zugleich warnt VDA-Präsidentin Hildegard Müller vor einer zugespitzten Debatte und sieht Deutschland in einer schweren Standortkrise. ## Marktanteile bei Elektro- und Hybridfahrzeugen gewachsen Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA), über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, kam 2025 jedes zweite in der EU neu zugelassene batterieelektrische Auto von einem Hersteller aus Deutschland. Der Marktanteil der deutschen Autoindustrie habe sich seit 2016 damit mehr als verdoppelt. Bei Plug-in-Hybriden lag der Marktanteil deutscher Hersteller 2025 bei 58,6 Prozent. Zählt man rein batterieelektrische und hybride Fahrzeuge zusammen, stehen die deutschen Marken in diesem Segment nach den VDA-Daten in vielen Ländern sogar besser da als mit klassischen Verbrenner-Motoren. In den Niederlanden, Italien und Frankreich lag ihr Marktanteil 2025 bei E-Autos und Hybriden demnach deutlich höher als bei allen Fahrzeugen insgesamt. In mehreren europäischen Ländern konnten die Hersteller ihre Position zuletzt merklich ausbauen. Auch außerhalb Europas haben deutsche Autokonzerne ihre Stellung bei Fahrzeugen mit teilweisem oder vollständigem E-Antrieb verbessert. In Japan war ihr Marktanteil bei teilweise oder ganz elektrisch angetriebenen Fahrzeugen nach den VDA-Daten zuletzt mehr als dreimal so hoch wie im gesamten Markt (17,5 Prozent gegenüber 4,5 Prozent). In den USA (13,3 Prozent gegenüber 8,1 Prozent) und Südkorea (13,9 Prozent gegenüber 12,0 Prozent) ist ihre Position in diesem Segment ebenfalls besser als im Markt insgesamt. ### Schwache Position in China Ein großes Problem für die Branche bleibt laut den VDA-Zahlen der Absatz in China. Die ohnehin kleinen Marktanteile deutscher Autohersteller bei E-Autos und Hybrid-Fahrzeugen in der Volksrepublik seien von 2024 auf 2025 noch einmal deutlich gesunken. Bei Plug-in-Hybriden konnten deutsche Hersteller zuletzt nur noch 0,5 Prozent Marktanteil verbuchen, bei rein batterieelektrischen Fahrzeugen waren es 2,5 Prozent. ### VDA-Präsidentin warnt vor Schwarzweiß-Debatten Vor diesem Hintergrund plädiert VDA-Präsidentin Hildegard Müller dafür, die Lage der Branche differenziert zu bewerten. „Zu oft verfallen Debatte und Argumente in Schwarzweiß-Schemata“, sagte Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Fakt sei: Die Autoindustrie restrukturiere sich, setze mit Kreativität und Investitionen auf den Weg zur klimaneutralen Mobilität der Zukunft. „Unsere Hersteller haben bei der E-Mobilität in vielen Märkten einen höheren Anteil als am Gesamtmarkt“, so Müller. Gleichzeitig appellierte VDA-Präsidentin Müller mit Nachdruck an die Politik, Deutschland als Produktionsstandort wieder attraktiver zu machen. „Wenn es um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts geht, helfen weder Schönreden- noch Schwarzmalerei-Kategorien“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Für die notwendigen Entscheidungen helfe nach ihren Worten der Blick auf Zahlen, Daten und Fakten: „In allen Rankings, die sich beispielsweise mit Steuerbelastung, Bürokratieaufwand oder auch Arbeitskosten beschäftigen, wurde Deutschland zuletzt durchgereicht. Wir haben eine massive Standortkrise, die die komplette deutsche Industrie betrifft.“ Der Glaube, Politik könne wirtschaftliche Entscheidungen besser treffen oder technologische Entwicklungen besser einschätzen als Unternehmen, die dies seit Jahrzehnten erfolgreich tun, sei „gescheitert“, sagte Müller weiter den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Jetzt gelte es, die Kurskorrektur entschlossen und umfassend einzuleiten. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück