# Deutsch-Israelische Gesellschaft kritisiert Israels Sicherheitskräfte und Amnesty International Datum: 10.06.2026 15:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/deutsch-israelische-gesellschaft-kritisiert-israels-sicherheitskraefte-und-amnesty-international-721196/ --- Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat das Vorgehen israelischer Sicherheitsbehörden im Westjordanland kritisiert und zugleich schwere Vorwürfe gegen die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhoben. Vorsitzender Volker Beck warnte vor zunehmender Gewalt von Siedlern gegen Palästinenser und warf Amnesty eine einseitig gegen Israel gerichtete „Verteufelungsstrategie“ vor. ## Kritik an israelischen Sicherheitsbehörden und Siedlergewalt Die Deutsch-Israelische Gesellschaft zeigt sich angesichts der Lage im Westjordanland beunruhigt. Ihr Vorsitzender, Volker Beck, sagte dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe), die zunehmende Gewalt von Siedlern im Westjordanland gegen Palästinenser mache die Gesellschaft besorgt. Diese Gewalt sei auch nicht durch palästinensischen Terror zu rechtfertigen, der nicht allein von der Hamas ausgehe. Israel sei ein demokratischer Rechtsstaat, der sein Gewaltmonopol durchsetzen müsse, so Beck gegenüber dem „Tagesspiegel“. Allein Polizei und Militär seien „berufen, jenseits der unmittelbaren Selbstverteidigung mit Gewalt gegen Terroristen vorzugehen“. Die israelischen Sicherheitsbehörden unternähmen nicht genug, um „diesen Rassisten Einhalt zu gebieten“. ### Vorwurf einer „Verteufelungsstrategie“ gegen Israel Gleichzeitig kritisierte Beck die Hilfsorganisation Amnesty International scharf. Die Menschenrechtsorganisation setze ihre „Verteufelungsstrategie gegen Israel“ fort, sagte er dem „Tagesspiegel“. Mit „Buzzwords“ wie Apartheid, Genozid und ethnische Säuberungen stelle Amnesty seit Jahren Israel „als das Erzböse hin“ und überziehe dabei das Maß der Ernsthaftigkeit von Kritik, die in der Sache zum Teil gerechtfertigt sei. Amnesty messe systematisch bei Israel mit zweierlei Maß, behauptete er. Beck monierte, dass Amnesty Annexionen und Vertreibungen in anderen Ländern nicht in gleichem Maße anprangere. ### Debatte über Annexionen und EU-Assoziierungsabkommen Die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Julia Duchrow, hatte laut „Tagesspiegel“ zudem weitere Annexionsschritte im Westjordanland angesprochen. Mehrere Staaten, darunter die USA, hatten dem Bericht zufolge vor entsprechenden Plänen gewarnt. Beck widersprach dieser Einordnung. Israel habe westlich des Jordans keine Annexionen vorgenommen, sagte er dem „Tagesspiegel“. Beck kritisierte außerdem die Forderung nach Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU und Israels. Diese Forderung sei von antisemitischem Furor getrieben, sagte der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft dem „Tagesspiegel“. Die europäische Wirtschaft und Sicherheit profitierten von der Kooperation mit Israel. Man würde sich ins eigene Fleisch schneiden. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück