# Demokratieinitiativen kritisieren geplanten Umbau des Programms „Demokratie leben“ Datum: 21.04.2026 16:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/demokratieinitiativen-kritisieren-geplanten-umbau-des-programms-demokratie-leben-705341/ --- Partnerorganisationen des "Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft" haben den von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) geplanten Umbau des Förderprogramms "Demokratie leben" scharf kritisiert. In einer gemeinsamen Erklärung beklagen sie, langjährige Expertise werde ohne Evaluationsgrundlage nicht anerkannt und die Demokratiebildung dadurch geschwächt. ## Kritik an Kurswechsel ohne Evaluation Die Partnerorganisationen des „Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft“ werfen dem Ministerium vor, bewährte Strukturen zu gefährden. Langjährige Expertise werde ohne Evaluationsgrundlage nicht anerkannt und die Demokratiebildung folglich geschwächt, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der zivilgesellschaftlichen Organisationen. Lena Kahle, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik, kritisierte den geplanten Umbau mit deutlichen Worten. „Kursänderungen, die vorgenommen werden, ohne die Ergebnisse der noch laufenden wissenschaftlichen Evaluation abzuwarten, sind nicht nachvollziehbar“, erklärte sie laut Erklärung. „Die fachliche Expertise der Träger muss in die Ausarbeitung der neuen Förderrichtlinien einbezogen werden, anstatt diese vorschnell zu verwerfen. Eine Bildung für Demokratie muss transparent und in Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft entwickelt werden.“ ### Warnung vor Vertrauensverlust Jasmine Gebhard, Geschäftsführerin des Vereins „Makista – Bildung für Kinderrechte und Demokratie“, betonte die Notwendigkeit verlässlicher Strukturen. Programme der Demokratiebildung müssten „längerfristig geplant sein, um nachhaltig und verlässlich wirken zu können“, sagte sie der gemeinsamen Erklärung zufolge. Der kurzfristige Strategiewechsel schwäche nach ihren Worten nicht nur für Regelstrukturen zugängliche Expertise, sondern erschüttere auch Vertrauen in staatliche Institutionen, wenn Angebote in Kitas, Schulen und Kommunen unvermittelt wegfallen. „Dies lenkt gegen die Bemühungen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, die Identifikation mit der Demokratie zu fördern und Rechtsextremismus, Antisemitismus und Islamismus vorzubeugen“, sagte sie. Das Misstrauen, das hier gegenüber denjenigen zum Ausdruck gebracht werde, die sich für eine starke Demokratie engagieren, strahle auf die Demokratie als Lebensform und die ihr zugrundeliegenden Werte aus. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück