# Debatte um Erdverkabelung nach Stromnetz-Attacken Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-04T23:42:10+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-04T23:42:15+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/debatte-um-erdverkabelung-nach-stromnetz-attacken-751760/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Nach Anschlägen auf Stromnetze in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen fordern Politiker unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz der Infrastruktur. SPD-Sprecherin Nina Scheer plädiert für unterirdische Kabel, während die Union Reparaturkonzepte betont. ## SPD sieht Prävention als Priorität Die energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Nina Scheer, wirbt für eine unterirdische Verlegung der Stromnetze. Scheer sagte der "Rheinischen Post": "Zwar wird verbreitet eine längere Reparaturdauer von Erdverkabelung im Falle eines Schadens beklagt. In der Betrachtung darf aber die Prävention nicht aus dem Blick geraten." Kürzere Stromausfälle hätten bereits verheerende Folgen, argumentiert Scheer mit Blick auf die wachsende Stromnutzung. Erdverkabelung und eine Stärkung staatlicher Verantwortung seien daher notwendig, da an der Strominfrastruktur Leib und Leben sowie die Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit des Landes hingen. ### Union warnt vor praktischen Hindernissen Andreas Lenz, energiepolitischer Sprecher der Unionsfraktion, lehnt eine stärkere Erdverkabelung ab. Diese löse das aktuelle Problem nicht, sagte Lenz der „Rheinischen Post“. Umspannwerke und andere zentrale Netzknoten blieben auch bei Erdkabeln oberirdisch und damit angreifbar. Zudem sei die Reparierbarkeit bei Erdkabeln schwieriger und meistens langwieriger. Lenz betont, dass die Angreifbarkeit durch Drohnen berücksichtigt werden müsse und fordert mobile Trupps für schnelle Reparaturen. ### Grüne fordern Umverteilung von Polizeikräften Michael Kellner, energiepolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, fordert einen effizienteren Einsatz der Bundespolizei. Symbolische Grenzkontrollen zu Polen und Frankreich banden Kräfte, die besser für den Schutz kritischer Infrastruktur genutzt werden könnten, sagte Kellner der „Rheinischen Post“. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück