# Dax steigt zum Handelsstart trotz Zinsangst und Nahostsorgen Datum: 18.06.2026 09:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-steigt-zum-handelsstart-trotz-zinsangst-und-nahostsorgen-723677/ --- Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit Gewinnen in den Handel gestartet und hat die Marke von 25.000 Punkten klar überschritten. Wie Marktbeobachter betonen, rücken geopolitische Risiken an den Börsen vorübergehend in den Hintergrund, während die Geldpolitik der Notenbanken wieder stärker in den Fokus rückt. Zu Handelsbeginn gegen 9:30 Uhr wurde der Dax mit rund 25.055 Punkten berechnet, was einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss entspricht. An den Finanzmärkten sorgten neben der Entwicklung im Nahostkonflikt vor allem Signale der US-Notenbank für Bewegung. ## Geopolitik und Fed-Entscheidung prägen das Marktumfeld Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, sieht die jüngsten politischen Entwicklungen im Nahen Osten als entlastend für die Börsen. „Auch wenn der Weg zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten noch weit ist, rückt allein durch die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges das Thema an der Börse in den Hintergrund und macht Platz für andere Schauplätze“, sagte Lipkow laut CMC Markets. Für zusätzliche Impulse sorgte die US-Notenbank Fed. „Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh hat gestern zumindest mal die meisten Marktteilnehmer überrascht, wenn nicht sogar viele von ihnen auf dem falschen Fuß erwischt. Zwar beließ die Fed wie erwartet die Zinsen, wo sie sind, aber im geldpolitischen Gremium macht man sich doch mehr Sorgen um die Inflation als gedacht“, so Lipkow weiter in der Mitteilung von CMC Markets. ### Erwartungen an weitere Zinsschritte Zu den Einschätzungen im geldpolitischen Ausschuss der Fed sagte Lipkow: „Die Hälfte der Abstimmungsberechtigten erwartet noch in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung. Sechs Notenbanker können sich sogar eine noch weitreichendere Straffung vorstellen. Nur ein einziges Mitglied erwartet eine Senkung der Zinsen im laufenden Jahr. Dieses Ergebnis hat auch noch die letzte Zinssenkungshoffnung aus dem Markt gewischt und für etwas Ernüchterung gesorgt.“ Auch die Entwicklung an den asiatischen Börsen stand im Zeichen der geopolitischen Lage. „Der Handel in Asien wurde weitgehend von der geopolitischen Entspannung in Nahost beflügelt, sowohl der Nikkei als auch der Kospi erreichten neue Allzeithochs. Weniger freundlich war die Stimmung in China. Hier zeigen sich die Konjunkturindikatoren weiterhin schwach und die Investoren schichten tendenziell in Finanzmärkte um, die mehr Kurspotenzial bieten“, erklärte Lipkow laut CMC Markets. ### Blick auf weitere Notenbanken und Konjunkturdaten Mit Blick auf den weiteren Tagesverlauf verwies Lipkow auf anstehende Entscheidungen und Konjunkturdaten: „Heute stehen die Notenbanksitzungen der Bank of England und der Schweizer Nationalbank auf der Agenda. Außerdem werden die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und der Philly-Fed-Index in den USA veröffentlicht“, so Lipkow laut CMC Markets. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmorgen etwas fester. Ein Euro kostete 1,1512 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8687 Euro zu haben. Am Rohstoffmarkt profitierte der Goldpreis deutlich. Für eine Feinunze wurden am Morgen 4.308 US-Dollar gezahlt, ein Anstieg um 1,1 Prozent. Das entspricht einem Preis von 120,30 Euro pro Gramm. Der Ölpreis gab hingegen kräftig nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 77,91 US-Dollar, 164 Cent oder 2,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück