# Dax steigt trotz Iran-Krieg – Anleger hoffen auf Stabilisierung Datum: 18.03.2026 09:54 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-steigt-trotz-iran-krieg-anleger-hoffen-auf-stabilisierung-692707/ --- Der Dax ist am Mittwochmorgen mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Der Leitindex legte bis 9:30 Uhr um 0,5 Prozent auf rund 23.845 Punkte zu und versuchte damit nach Angaben von Marktbeobachtern inmitten des Iran-Krieges eine Stabilisierung. Während sich die Hoffnungen der Anleger auf eine Entspannung am Energiemarkt richten, gaben Ölpreis und Euro moderat nach. ## Dax im Plus – Industriewerte vorn Der deutsche Leitindex Dax wurde am Mittwochmorgen gegen 9:30 Uhr mit rund 23.845 Punkten berechnet und lag damit 0,5 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Heidelberg Materials, die Deutsche Bank und Siemens Energy, am Ende die Deutsche Telekom, die Hannover Rück und FMC. Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, ordnete die Entwicklung vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage ein. „In der dritten Woche des Iran-Krieges versucht sich der Dax ernsthaft an einer Stabilisierung“, sagte Stanzl laut Consorsbank. Die Hoffnungen der Anleger stützten sich darauf, dass sich der feste Griff des Iran um den globalen Energiemarkt Schritt für Schritt lockern werde. „Weltweit wächst der politische Druck auf US-Präsident Trump, die Straße von Hormus wieder passierbar zu machen“, so Stanzl weiter. ### Ölströme werden umgeleitet „Zugleich verlagern Saudi-Arabien und der Irak ihre Exporte“, sagte Stanzl der Consorsbank. „Sie nutzen Pipelines, um Öl zu sicheren Häfen zu bringen.“ Das sei eine große Sache für den Ölmarkt. Denn auch wenn dadurch nicht die gesamte Ölproduktion dieser Länder exportiert werden könne, verliere die iranische Blockade der Meerenge von Hormus dadurch ein Stück weit an Bedeutung. „An den Märkten, an denen die Zukunft gehandelt wird, ist man gedanklich bereits einen Schritt weiter. Dort wird darüber nachgedacht, was vom Ölpreisanstieg bleiben wird“, fügte der Analyst laut Consorsbank hinzu. „Morgen und übermorgen äußern sich die Zentralbanken zu diesem Thema. Die Aussagen der Federal Reserve und der EZB werden Anlegern helfen, die Inflationsgefahren besser einzuordnen.“ Viele hofften, dass die Lieferketten im Mittleren Osten wieder anspringen – wenn auch nicht vollständig. „Die Inflationserwartungen sollen stabil bleiben. Niemand will eine neue Inflationswelle, nachdem die Auswirkungen der letzten noch gar nicht richtig verarbeitet worden ist.“ ### Euro und Ölpreis etwas schwächer Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1518 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8682 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen etwas. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 102,30 US-Dollar; das waren 115 Cent oder 1,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück