Der Dax ist am Mittwoch mit Kursgewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr notierte der deutsche Leitindex bei rund 24.355 Punkten und lag damit 0,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. Impulse von der Verlängerung der Waffenruhe im Iran-Krieg sorgten an den Märkten allerdings nicht für breite Euphorie. Experten verweisen vor allem auf anhaltende Risiken an den Energie- und Rohstoffmärkten.
Dax startet freundlich in den Handelstag
Angeführt wurde die Kursliste am Morgen von Thomas Altmann zufolge von Siemens Energy, Siemens und Infineon. Am Ende der Tabelle rangierten Deutsche Telekom, Adidas und Scout24. Insgesamt zeigte sich der Markt zunächst stabil, größere Ausschläge blieben aus.
Verlängerung der Waffenruhe dämpft Euphorie
Die Verlängerung der Waffenruhe im Iran-Krieg sorgte nach Einschätzung von Altmann nicht für große Begeisterung bei den Anlegern. „Der Moment des Abwartens wird verlängert. Die persönlichen Gespräche fallen erst einmal aus. Gleichzeitig gilt die bestehende Waffenruhe weiter“, sagte Altmann von QC Partners. Damit seien die USA und der Iran einer Einigung zwar keinen Schritt nähergekommen, eine weitere Eskalation bleibe aber erst einmal aus.
„Auf den ersten Blick können die Börsen mit der Verlängerung des Status quo ganz gut leben.“ Allerdings sollten Anleger hier genauer hinschauen, so Altmann von QC Partners. „Der Preis für sofort lieferbares Rohöl der Sorte Brent liegt aktuell zumindest 14 Prozent unter seinem Rekordstand aus dem März. Für eine Lieferung in sechs Monaten ist der Preis allerdings nur um fünf Prozent zurückgegangen“, führte er aus.
Anhaltend hohe Ölpreise als Belastungsfaktor
„Und damit ist eine Öl-Lieferung mit sechs Monaten Vorlauf noch immer 43 Prozent teurer als zum Zeitpunkt des Jahreswechsels.“ Die Energiemärkte preisten jetzt mehr und mehr ein, dass die Normalisierung sehr lange dauern werde. „Und dass die Preise lange Zeit hoch bleiben werden.“ Aus Sicht von Altmann bedeutet das, „dass dieser Krieg noch sehr lange Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Unternehmensgewinne haben wird.“
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