# Dax steigt leicht, Anleger zwischen Wall Street und Sommerloch Datum: 02.06.2026 17:49 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-steigt-leicht-anleger-zwischen-wall-street-und-sommerloch-718533/ --- Der Dax hat am Dienstag zugelegt und ist nach einem zwischenzeitlich stärkeren Verlauf mit moderaten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig gaben Gas- und Ölpreise nach, während der Euro gegenüber dem US-Dollar etwas zulegte. Am Dienstag schloss der Dax den Xetra-Handel mit 25.124 Punkten ab. Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Leitindex am Nachmittag einen Teil seiner Zugewinne wieder ab. ## Geteilte Anlegerschaft und Umsatzschwerpunkte „Viel bewegt sich nicht in diesen Tagen im Dax“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Ein Teil der Anleger schaut weiter in Richtung Wall Street und lässt sich von den beinahe täglichen Indexrekorden anstecken. Im Vergleich zu den US-Aktien sehen deutsche Standardwerte relativ günstig aus“, erklärte er gegenüber CMC Markets. „Der andere Teil zieht sich in Anbetracht des drohenden Sommerlochs zunehmend aus dem Aktienmarkt zurück und fokussiert sich lediglich auf die Dauerbrenner der vergangenen Wochen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Halbleiter. Die Aktie von Infineon bleibt deshalb gefragt.“ ### Schwäche bei SAP und Bayer Um das Schlusslicht im Dax kämpften nach Angaben von Lipkow die von kurzfristigen Gewinnmitnahmen belasteten Aktien von SAP und die Papiere von Bayer, „die ihr Vermächtnis aus der Monsanto-Übernahme weiter mit sich herumtrügen“. „Noch im laufenden Monat wird der Richterspruch des obersten Gerichts in den USA erwartet und die Anleger erhoffen sich einen potenziellen Befreiungsschlag. Da dies jedoch nicht sicher ist, trennen sich lieber einige Anleger von der Aktie des Pharmariesen“, sagte Lipkow CMC Markets zufolge. ### Rückgang bei Energiepreisen und festerer Euro Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juli kostete 48 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Auch der Ölpreis gab nach: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 94,72 US-Dollar, das waren 26 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagnachmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1640 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8591 Euro zu haben. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück